Mürrwarden - Die Tour de France 2021 ist fast vorüber. Zeitfahr-Spezialist Sebastian Renken aus Mürrwarden (Landkreis Wesermarsch) bilanziert für unsere Zeitung die bisherigen Etappen. „Nachdem in der ersten Woche die Hälfte der Mitfavoriten gestürzt war, war es abzusehen, dass der Favorit Tadej Pogacar die Tour dominieren wird. Die Luft im Kampf ums Gelbe Trikot war früh raus“, sagt er. Der Kampf um die Plätze dahinter in der erweiterten Spitzengruppe sei dagegen spannend gewesen. „Es gab schon extrem viele Veränderungen in den Top Ten“, sagt Renken.
Obendrein freut er sich, dass die Etappen in diesem Jahr abwechslungsreicher verlaufen sind als in den Jahren zuvor. „Es waren überraschende Ausgänge dabei. Gerade in der ersten Woche waren die Etappen unheimlich spannend. Je länger die Tour allerdings dauerte, umso mehr wurde sie dann doch von UAE, dem Team des wahrscheinlichen Gesamtsiegers Pogacar, kontrolliert. Insbesondere auf den letzten beiden Pyrenäenetappen haben sie ihre Stärke ausgespielt.“
Renken bewundert zudem die Leistungen von Mark Cavendish. Der Sprinter im Grünen Trikot des punktbesten Fahrers hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Mit seinen Auftritten während der diesjährigen Tour trug er sich endgültig in die Geschichtsbücher der Frankreichrundfahrt ein. „Damit haben die wenigsten gerechnet“, sagt Renken.
Außerdem sei ihm während der Tour noch einmal deutlich geworden, dass die Veränderung des Punktesystem bei den Zwischensprints für mehr Spannung und Bewegung in den Etappen und im Kampf ums Grüne Trikot gesorgt habe. „Das ist schon sehr interessant geworden.“
Überdies beeindruckt ihn die Vielseitigkeit der neuen Fahrergeneration. „Die jungen Fahrer können so viele Sachen. Das gab es früher nicht. Ein Wout Van Aert zum Beispiel kann sprinten, zeitfahren und auch noch klettern.“ Erfreulich aus deutscher Sicht sei überdies der Etappensieg von Nils Politt.
