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Neue Mitglieder gewinnen Musikvereine in der Wesermarsch ringen um Nachwuchs

Vorstandsmitglieder des Kreisverbands der Musikvereine Wesermarsch (von links): Anke Schellstede, Ilse Büsing, Sabine Meinen, Bianca Decker und Andreas Decker

Vorstandsmitglieder des Kreisverbands der Musikvereine Wesermarsch (von links): Anke Schellstede, Ilse Büsing, Sabine Meinen, Bianca Decker und Andreas Decker

Kreisverband der Musikvereine Wesermarsch

Wesermarsch - Den Musikvereinen in der Wesermarsch fehlt es immer mehr an Nachwuchs. Das wurde jetzt bei der Jahreshauptversammlung des Kreisverbands in der Braker Halle der Geflügelzüchter deutlich. Es sei immer schwieriger, Kinder und Jugendliche fürs Musizieren zu motivieren, sagte Kreisverbands-Pressewart Andreas Decker auf Nachfrage unserer Redaktion. Der Trend geht nach seinen Worten dahin, dass sich der Nachwuchs die Freizeit lieber selbst einteilt, als sich nach festen Übungszeiten zu richten. Auch der Druck, der auf Kindern und Jugendlichen schon schulseitig laste, werde immer größer. „Wer hat da noch Lust, abends zu üben“, merkte Andreas Decker fragend an. Der Kreisverband der Musikvereine Wesermarsch ist ein Zusammenschluss von Vereinen verschiedener Musikrichtungen.

Spuren der Pandemie

Dazu gehören Spielmanns- und Fanfarenzüge, Blasorchester und Musikzüge in verschiedenster Besetzung. Doch auch die Zahl der dazugehörigen Vereine schrumpft. Zurzeit sind die Marchingband Brake, der Jugend- und Musikzug Rodenkirchen, der Musikverein Schweiburg, der Spielmannszug Neuenkoop Köterende und die Ovelgönner Blaskapelle im Kreisverband organisiert.

Laut Andreas Decker gibt es noch drei Musikvereine in Elsfleth, die bislang aber noch nicht beigetreten seien, sowie den Musikzug Burgdorf Ovelgönne, der ebenfalls nicht angeschlossen ist. Aufgelöst in den vergangenen Jahren hätten sich unter anderem die Nordenhamer Stadtkapelle und der Musikverein Lemwerder. Die kommenden Jahre betrachtend, sieht Andreas Decker größere Probleme auf die Vereine zukommen. Denn auch die Corona-Pandemie hat Spuren hinterlassen. „Spielleuten wurde bewusst, dass sie ihre Wochenenden auch anders verbringen können“, sagte Andreas Decker und spielte damit auf den Mitgliederschwund durch Austritte an.

Genügend Anfragen

Auftritte gibt es reichlich. „Wir haben genügend Anfragen“, schilderte er beispielsweise die Situation beim Jugend- und Musikzug Rodenkirchen stellvertretend für den Kreisverband. Bei Laternenumzügen, Schulfesten und anderen Feiern treten die Musikzüge auf.

Es gibt feste Termine wie etwa den Ovelgönner Pferdemarkt und den Roonkarker Mart. All das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass Nachwuchs nötig ist.


Mehr Freizeit

Mitglieder der Musikvereine haben ihre Freizeit zu schätzen gelernt. Der Jugend- und Musikzug Rodenkirchen trägt der Zeitenwende Rechnung.

So sind es jetzt nur noch knapp über 20 Auftritte im Jahr von einst bis zu 35 jährlich. „Wir leben von Auftritten, Mitgliedsbeiträgen und Spenden“, sagte Andreas Decker. Uniformen und Instrumente werden von den Vereinen gestellt. Interessierte dürften sich gern bei Andreas Decker unter der Telefonnummer 04732/1355 und bei Fragen zum Kreisverband bei ihm melden.

Vorstand wiedergewählt

Der Vorstand des Kreisverbands der Musikvereine in der Wesermarsch wurde turnusmäßig neu gewählt. Es bleibt alles beim alten für die kommenden zwei Jahre. Wiedergewählt wurden die 1. Vorsitzende Andrea Claudia Timpe (Jugend- und Musikzug Rodenkirchen), 2. Vorsitzende Ilse Büsing (Musikverein Schweiburg), Kassenwartin Anke Schellstede (Spielmannszug Neuenkoop Köterende), Schriftführerin Sabine Meinen (Musikverein Schweiburg), Beisitzerin und Online Auftritt Bianca Decker (Jugend- und Musikzug Rodenkirchen), sowie Beisitzer und Pressewart Andreas Decker (Jugend- und Musikzug Rodenkirchen). Die 1. Vorsitzende Andrea Claudia Timpe war krankheitsbedingt online zugeschaltet.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake
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