Elsfleth - Bereits zum elften Mal startete die Elsflether Ortsgruppe vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) gemeinsam mit der Nabu-Jugend ihren Umwelttag unter dem Motto „Flüsse ohne Müll“. 32 Erwachsene, fünf Kinder und zwei Jugendliche spendeten diesmal ihre Freizeit, um am Weser- und Hunteufer, am Yachthafen, am Moorriemer und Elsflether Kanal sowie im Stadtwald an der Bundesstraße 212, Watkenstraße und an der Stadthalle die Hinterlassenschaften der gedankenlosen Zeitgenossen einzusammeln.

Während der zweistündigen Aktion auf einer Laufstrecke von rund 15 Kilometern sammelten die neun Teams insgesamt 1165 Teile Müll – davon 39 Teile aus Glas, 101 aus Metall, 488 aus Kunststoff und 537 Restmüll. Auf die Trennung der jeweiligen Teile achteten die Teilnehmer besonders.

Trotz der vielen Müllteile zog der Sprecher der Ortsgruppe, Hans-Jürgen Junge, ein positives Fazit: „Tatsächlich zeigen unsere wiederkehrenden Aktivitäten eine Langzeitwirkung, die Müllhäufigkeit nimmt ab. Anscheinend macht sich die Öffentlichkeitsarbeit mit der Presse und in den Sozialen Medien auf Dauer für die Natur bezahlt.“

Junge und seine Mitstreiter erhielten Unterstützung von Hartmut Drebing, Nabu-Bezirksvorsitzender aus dem Oldenburger Land. Außerdem begleitete ein Filmteam von NDR 1 die Elsflether Mülljäger. Das NDR-Team wollte herausfinden, wie sich das Wegwerfverhalten der Verbraucher auf Landschaft und Wasserregionen auswirkt. „Es war wirklich ein Ärgernis, so viele Autoreifen zu bergen, die haben als Sondermüll nichts in der Natur zu suchen“, erklärte Junge.