Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Gelbe Farbtupfer in der Stadt Wenn in Nordenham die Narzissen blühen

Jens Milde
Fritz Jacob freut sich über die Blütenpracht in Nordenham.

Fritz Jacob freut sich über die Blütenpracht in Nordenham.

Jens Milde

Nordenham - Pünktlich zum Frühlingsbeginn ist die Stadt Nordenham wieder mit gelben Farbtupfern gesprenkelt. Viele Nordenhamer freuen über die Narzissenpracht – einer von ihnen ganz besonders: Fritz Jacob. Der frühere Ratsherr hatte anlässlich des Nordenhamer Stadtjubiläums im Jahre 2008 eine große Pflanzaktion auf den Weg gebracht. Im Herbst 2007 hatten Bürger auf öffentlichen Flächen die ersten Narzissen gepflanzt. Im Frühling darauf, als der 100. Geburtstag der Stadt Nordenham gefeiert wurde, reckten sie erstmals ihr Hälse aus dem Marschboden. Viele von ihnen verzaubern die Nordenhamer auch heute noch zuverlässig mit ihren gelben Blüten.

160.000 Zwiebeln

Bis 2012 hatten Bürger in ganz Nordenham insgesamt 160.000 Narzissen gepflanzt. „Natürlich hat’s in den vergangenen Jahren auch Schwund gegeben“, sagt Fritz Jacob. Damit meint der 88-Jährige den natürlichen Schwund – aber auch den menschengemachten. „Narzissen sollten nicht schon kurz nach der Blüte übergemäht werden. Wenn das geschieht, kommen sie im nächsten Jahr nicht wieder“, so Fritz Jacob. Er würde sich wünschen, dass der städtische Bauhof das bei seinen Pflegearbeiten berücksichtigt.

In der Grünen Straße kümmern sich die Anwohner um die Pflanzbeete. Dass die Narzissen hier besonders üppig blühen, hat aber noch einen anderen Grund. Versuchsweise hat Fritz Jacob im vergangenen Jahr Hornspäne in die Beete gestreut. Dieser natürliche Dünger hat den Blumen offensichtlich gutgetan. Der Rentner ist vom Ergebnis begeistert. Er empfiehlt allen Blumenfreunden, die lange Freude an ihren Narzissen haben wollen, seinem Beispiel zu folgen und im Herbst ebenfalls mit Hornspänen nachzuhelfen. „Ein paar Krümel reichen schon“, sagt Fritz Jacob.

Der 88-Jährige erinnert sich gerne an den Enthusiasmus zurück, mit dem sich die Nordenhamer vor 17 Jahren an die Arbeit gemacht hatten. Für die Anschaffung der Blumenzwiebeln hatte Fritz Jacob Spenden gesammelt. So kamen in einer ersten Charge im September 2007 40.000 Blumenzwiebeln aus den Niederlanden mit dem Lkw in Nordenham an. In den Folgejahren fanden weitere Pflanzaktionen statt.

„Narzissenstadt“

Nach einigen Jahren ebbte die Begeisterung allerdings ab. Fritz Jacob hätte die Narzissen gerne zu einem Markenzeichen der Stadt gemacht. „Ich hatte gehofft, dass sich der Gedanke fortpflanzt“, sagt Fritz Jacob. Sein Traum von der „Narzissenstadt“ Nordenham ging allerdings nicht in Erfüllung, weil sich kaum noch Bürger bereit erklärten, Nachpflanzungen vorzunehmen. Der 88-Jährige hadert nicht mit dieser Entwicklung. Er könne verstehen, dass es für viele Menschen wichtigere Dinge gibt. Gleichzeitig freut er sich darüber, dass sich vor allem in Blexen und in Phiesewarden immer wieder Bürger finden, die sich darum kümmern, dass die gelbe Pracht erhalten bleibt.


Fritz Jacob ist selbst gelegentlich unterwegs, um nach den Osterglocken zu schauen und mit der Harke durch die Beete zu gehen. Er bekomme noch heute – also 17 Jahre nach der ersten Pflanzaktion – viel Zuspruch für die Idee. Und er weiß, dass sich viele Nordenhamer über das gelbe Blütenmeer genauso freuen wie er. „Die Farbe Gelb ist ein echter Hingucker. Sie tut einfach der Seele gut“, sagt der Nordenhamer.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Feilen am Plan für die neue Saison: Sebastian Schachten (rechts) und Fuat Kilic

WIE GEHT ES BEIM VFB OLDENBURG WEITER? Das sagt Sportleiter Schachten zu Abgängen und Kaderplan

Lars Blancke
Oldenburg
Wird als erste Zeugin im Untersuchungsausschuss angehört: Finanz-Staatssekretärin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne)

SITZUNG MEHRFACH UNTERBROCHEN Untersuchung zur Beförderung in Weils Staatskanzlei beginnt mit Eklat

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Meinung
Am 3. Mai ist Tag der Pressefreiheit.

TAG DER PRESSEFREIHEIT Vom Glück, in einem freien Land zu leben

Ulrich Schönborn
Oldenburg
Auf Borkum wurden Ende April rund 20 Säcke mit bislang unbekanntem Inhalt angeschwemmt.

WAS WURDE ANGESCHWEMMT? Borkumer Drogenfund bleibt ein Rätsel

Axel Pries
Borkum
Symbolbild

UNFALL IN OLDENBURG Angetrunkener Radfahrer von Auto erfasst – schwer verletzt

Oldenburg