Nordenham - Im vergangenen Herbst wurde in Nordenham erstmalig der Umweltpreis vergeben. Die Auszeichnung hatten sowohl Inga Lüdke, die vielen als Müll- und Plastikvermeiderin bekannt ist, als auch die Ortsgruppe Nordenham des Naturschutzbundes (Nabu) erhalten.

Anlässlich des World Cleanup Day 2023 am Sonnabend wurde zum zweiten Mal der Nordenhamer Umweltpreis verliehen. Insgesamt waren vier Vorschläge bei der Stadtverwaltung eingereicht worden. Keine leichte Entscheidung für die Jury, die sich aus den Preisträgern des vergangenen Jahres, dem Energie- und Technologiemanagers der Stadt, Renko Buhr, sowie dem Bürgermeister zusammensetzte. „Eigentlich haben alle vorgeschlagenen Personen und Organisatoren diesen Preis verdient“, sagte Nils Siemen in seiner Rede.

Die Auswahl war nach reiflicher Überlegung auf den Naturschutzverein Nordenham gefallen. Der Verein engagiert sich bereits sehr lange und intensiv für den Naturschutz in Nordenham. Er wurde vor 45 Jahren angesichts der zunehmenden Umweltverschmutzung in der Weserstadt ins Leben gerufen und verfolgt gleich mehrere Projekte. Dazu gehört vor allem der Seenpark im Stadtteil Friedrich-August-Hütte, der sich dank des tatkräftigen Einsatzes seiner Mitglieder im Laufe der Zeit immer mehr zu einer Oase und einem naturnahen Wahrzeichen der Stadt entwickelt hat. Im Seenpark II nisten unter anderem Jahr für Jahr rund 60 Paare der vom Aussterben bedrohten Flussseeschwalbe. Im Seenpark IV haben die Vereinsmitglieder darüber hinaus mehrere Brutmöglichkeiten für verschiedene andere Vogelarten angelegt. Ein drittes Betätigungsfeld ist ein Gartenprojekt mit möglichst vielen Wiesen, Blühflächen und gepflanzten Obstbäumen. Es soll dem zunehmenden Insektensterben Einhalt gebieten.

Den Vorschlag, die Arbeit des Naturschutzvereins mit dem Umweltpreis 2023 zu würdigen, hatte Claudia Freese eingereicht. Die Urkunde, die der Bürgermeister und Renko Buhr überreichten, nahm Christoph Heilscher entgegen. Der Verein mit 115 Mitgliedern würde sich übrigens sehr über neue und gerne auch über jüngere Mitstreiter freuen.