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Neue Turnhalle in Friedrich-August-Hütte Sportstätte auf neuestem Stand der Technik

Horst Lohe
Beim symbolischen ersten Spatenstich (von links): Bauausschuss-Vorsitzender Lutz Schubert, Bürgermeister Nils Siemen, Architekt Fabian Heckmann, Nordenhams neuer Baudezernent Theo Dworak, Jens Leiminer (stellvertretender Leiter des Amtes für Bildung und Freizeit) und Architektin Jule Griem.

Beim symbolischen ersten Spatenstich (von links): Bauausschuss-Vorsitzender Lutz Schubert, Bürgermeister Nils Siemen, Architekt Fabian Heckmann, Nordenhams neuer Baudezernent Theo Dworak, Jens Leiminer (stellvertretender Leiter des Amtes für Bildung und Freizeit) und Architektin Jule Griem.

Horst Lohe

Friedrich-August-Hütte - Es war eine der besten Nachrichten für die Stadtentwicklung: Nach zähem Ringen war es im Frühjahr 2021 gelungen, nicht nur einen Zuschuss in Höhe von 45 Prozent, sondern von sogar 90 Prozent für den auf 2,4 Millionen Euro veranschlagten Neubau einer multifunktionalen Sporthalle im Stadtteil Friedrich-August-Hütte zu bekommen. Jetzt, mehr als zwei Jahre später, haben Bürgermeister Nils Siemen (SPD) und weitere Repräsentanten den symbolischen ersten Spatenstich vollzogen. Doch jetzt kostet der Neubau statt 2,4 insgesamt 3,8 Millionen Euro.

2,16 Millionen Zuschuss

Zum Zuschuss von 2,16 Millionen, der nicht aufgestockt werden kann, muss die Stadt somit stolze 1,64 Millionen statt wie ursprünglich kalkuliert 240 000 Euro als Eigenanteil beisteuern. Das ist eine Folge der nach Corona-Pandemie, Beginn des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine und Energiekosten-Krise eingetretenen Inflation mit drastischen Kostensteigerungen in der Baubranche in Deutschland.

Dennoch bleibt der ursprünglich 90 Prozent ausmachende Zuschuss ein „Glücksfall“ für die klamme Stadt Nordenham. Denn anders hätte sie das Vorhaben kaum bezahlen können.

Ein früherer und damit eventuell kostengünstigerer Baubeginn als jetzt konnte nicht realisiert werden. Die Gründe sind: Ein langwieriger Prozess von der Förderzusage bis zur endgültigen Bewilligung des Fördergeldes sowie die Erfüllung von Haushaltsauflagen, welche die Kommunalaufsicht der Stadt wegen ihrer hohen Verschuldung auferlegt hatte.

In Betrieb genommen werden soll die neue barrierefreie Mehrzweckhalle im Herbst nächsten Jahres. Zurzeit laufen vorbereitende Tiefbauarbeiten. Ende Juli beginnen die Gründungsarbeiten.


Diese Sporthalle ist wichtig für die benachbarte Grundschule FAH, die teilweise dreizügig ist. Sie wird aber auch dem Vereinssport dienen. Im November 2018 war die alte, 1969 gebaute Sporthalle wegen gefährlich gewordener Bausubstanz geschlossen und im Sommer 2020 abgerissen worden.

Fördermittel

Wegen der schlechten Nordenhamer Haushaltslage waren Neubaupläne Ende 2019 in weite Ferne gerückt.

Dann tat sich eine neue Geldquelle auf. Die damalige Leiterin der Bauverwaltung, Sonja Brödje, und der damalige Bürgermeister Carsten Seyfarth (SPD) klemmten sich dahinter. Ihnen gelang es schließlich, den hohen Zuschuss einzuwerben. Dabei halfen die Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag (SPD) ebenso wie die damalige CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages billigte die Fördermittel für Nordenham. Das Geld stammt aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur.“

Anlässlich des ersten Spatenstiches sprach Bürgermeister Nils Siemen jetzt von einer Sportstätte, die den modernsten Anforderungen entsprechen werde – mit optimalen Bedingungen für Schülerinnen und Schüler und für Vereine. Der Neubau werde energetisch auf dem neuesten Stand der Technik realisiert – unter anderem ausgestattet mit zwei Wärmepumpen und Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die multifunktionale Halle werde so ausgestattet, dass Menschen mit unterschiedlichen Handicaps hier gemeinsam mit anderen Menschen Sport treiben können. Mit diesem Neubau solle „unsere Vision einer modernen, klimaschonenden und inklusiven Turnhalle Wirklichkeit werden“.

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