Wesermarsch/Hannover - Die niedersächsischen Koalitionsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben nach den Worten von Karin Logemann ihre zusätzlichen Schwerpunkte für das Haushaltsjahr 2024 vorgestellt. Allein 80 Millionen Euro würden in die weitere Unterstützung des flächendeckenden Breitbandausbaus fließen, betont die SPD-Landtagsabgeordnete. Ein Schwerpunkt der beschlossenen Maßnahmen liege im Bereich zukunftsfester Regionen.
Auch der Landkreis Wesermarsch begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, die Landes-Kofinanzierung für den Breitbandausbau in Niedersachsen fortzusetzen. „Wenngleich dies für die Wesermarsch mit dem gegenwärtigen Ausbau der unterversorgten weißen Flecken keine Auswirkungen hat“, schränkt Matthias Sturm, Breitband-Koordinator für den Landkreis Wesermarsch, ein. Relevant würde dies nach seinen Worten jedoch, wenn sich die Wesermarsch-Kommunen für einen weiteren Ausbau auch der sogenannten „grauen Flecken“ entscheiden sollten.
Zur Erreichung des bundesweiten Ziels „Glasfaser für alle Haushalte bis 2030“ in der Wesermarsch ist ein weiterer Ausbau mit einer Kofinanzierung durch das Land unverzichtbar. „Das Land sollte in diesem Zusammenhang für den nur teuer erschließbaren ländlichen Raum in der Wesermarsch über eine höhere als die bisher vorhandene 25 prozentige Förderung nachdenken und gegebenenfalls in eine differenziertere Kofinanzierung einsteigen“, betont Matthias Sturm. Die eigene Potenzialanalyse des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) zeige eben auch, dass rund ein Viertel aller Haushalte in der Wesermarsch nicht mit dem eigenwirtschaftlichen Ausbau der Telekommunikationsunternehmen zu erschließen sein werden. „Diese über 10.000 Haushalte wären dauerhaft von einer Glasfaseranbindung abgeschnitten“, betont der Breitband-Koordinator. Auch mit einer 75 prozentigen Förderung (Bund 50 Prozent, Land 25 Prozent) werde die Glasfaseranbindung dieser Haushalte angesichts vieler defizitärer Haushalte nicht kommunal zu finanzieren sein, so Matthias Sturm auf Nachfrage unserer Redaktion.
