Nordenham - „Der Antikriegstag ist ein besonderer Tag der Mahnung“, sagte der Kreisverbandsvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Mustafa Dogan aus Nordenham, am Mittwochabend bei der Gedenkfeier zum Antikriegstag mit Kranzniederlegung.

Etwa 50 Teilnehmer hatten sich zu der DGB-Veranstaltung am Friedensbaum vor dem Büro der Industriegewerkschaft Metall eingefunden, um gemeinsam ein Zeichen gegen Krieg, Rassismus und Antisemitismus zu setzen.

Dass Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit nach wie vor vielerorts gefährdet sind, zeigen nicht nur die jüngsten Ereignisse in Afghanistan. „Krieg kann keine Lösung sein“, betonte Bürgermeister Carsten Seyfarth in seiner Rede. Auch die DGB-Jugendbildungsreferentin für Oldenburg-Ostfriesland, Marieke Brandt, hielt eine Ansprache. „Es gibt keinen Weg zum Frieden“, sagte sie, „Frieden ist der einzige Weg, den wir haben.“ Für den musikalischen Rahmen mit Liedern wie „Imagine“ oder „Donna Donna“ sorgte das Lehrer-Duo Nils Humboldt (Gesang) und Eike Harnisch (Keyboard).

Die Idee zur Einführung eines Antikriegstags war bereits 1845 in England aufgekommen. In Deutschland gibt es den Gedenktag, der an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie generell an die katastrophalen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnern soll, seit 1957.