Nordenham - Trotz der schwierigen Umstände aufgrund der Corona-Pandemie hat das Team der städtischen Jugendarbeit einige Ferienpass-Aktionen auf die Beine gestellt. Insgesamt 118 Veranstaltungen, darunter hauptsächlich Bastel- und Kreativaktionen, gehören zum Programm. Und obwohl es im Vergleich zu den Vorjahren arg abgespeckt ist, gibt es eine eklatante Lücke zwischen Nachfrage und Angebot. „Leider mussten wir etwa die Hälfte der geplanten Termine streichen, da sich nicht genügend Kinder angemeldet haben“, erzählt Hasan Ugurlu, Mitarbeiter der städtischen Jugendarbeit. Dabei seien die meisten Angebote coronabedingt auf vier Teilnehmer begrenzt. „Sonst sind die Reitaktionen beispielsweise immer besonders beliebt“, sagt Hasan Ugurlu, der schon seit 2005 für die Organisation des Ferienpasses zuständig ist. „In diesem Jahr haben wir nicht mal einen Kurs vollbekommen.“
Seine Kollegin Stefanie Herkommer, die seit 15 Jahren beim Ferienpass dabei ist, sagt: „Viele Eltern sind sich einfach nicht sicher, ob sie ihre Kinder momentan zu solchen Aktionen schicken können. Das zeigt sich an den Anmeldezahlen.“
Hygieneregeln
Dabei wird bei den Ferienpassaktionen in diesem Jahr ganz genau auf die Hygiene geachtet. „Zu Beginn haben wir alle unsere Hände gewaschen und desinfiziert. Wir versuchen, den Abstand einzuhalten. Und sollten wir uns näher kommen, dann setzen wir unsere Masken auf“, sagt Stefanie Herkommer.
In diesem Jahr gibt es bei vielen Ferienpassaktionen nicht genügend Anmeldungen und somit noch einige freie Plätze. Eltern, deren Kinder Lust haben, noch an einer Ferienpassaktion teilzunehmen, können sich unter ferienpass-nordenham.de erkundigen, bei welchen Veranstaltungen noch freie Plätze verfügbar sind und ihre Kinder dann beim Team der städtischen Jugendarbeit unter
Auch sie und ihre Kollegen müssen sich an die besonderen Umstände gewöhnen. „Sonst zeichnet sich der Ferienpass durch Entspanntheit und Lockerheit aus“, sagt Stefanie Herkommer. „Jetzt müssen wir alle aufpassen.“ Die Vorfreude auf den Ferienpass werde dadurch aber nicht getrübt. „Uns macht es auch echt Spaß“, sagt Stefanie Herkommer. „Jeden Tag machen wir etwas anderes.“
Zum Auftakt gab’s Bastelaktionen in der Jahnhalle. Hasan Ugurlu hat mit den Kindern Windmühlen aus Holz gebaut. Mit dabei war auch der elfjährige Fynn, der schon seit drei Jahren bei verschiedenen Ferienpassaktionen mitmacht. Anstelle einer Windmühle hat er sich für ein Holzhaus entschieden. „Eigentlich wäre ich nächste Woche bei einer anderen Aktion dabei gewesen, bei der Häuser gebaut werden sollten“, sagt Fynn. Da er in diesem Kurs allerdings alleine gewesen wäre, hat Hasan Ugurlu ihn kurzerhand mit in die Windmühlen-Aktion genommen.
Kreative Arbeit
Inspirationen für die Aktionen holen sich die Mitarbeiter der städtischen Jugendarbeit meistens im Internet. „Wir überlegen alle gemeinsam, was wir machen können, und jeder sucht sich dann natürlich die Aktionen aus, die ihm einigermaßen liegen und auch Spaß machen“, erzählt Stefanie Herkommer.
Sie hat zum Auftakt mit vier Kindern Spiegel und Gläser graviert. Mit dabei waren der achtjährige Jonny und der neunjährige Kilian. Auch die beiden Jungs haben schon öfter beim Ferienpass mitgemacht und sind auch in diesem Jahr noch für weitere Aktionen angemeldet. „Ich bin noch beim Spieletag am Strand, beim Solarwindmühlen bauen und beim Frühstücksbretter bemalen dabei“, sagt Jonny. Kilian möchte bei der Nabu-Aktion „Eine Wohnung für Krabbeltiere“ ein Insektenhotel bauen.
