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NWZonline.de Region Wesermarsch

Sie spenden ihre Haare für kranke Kinder

31.03.2018

Nordenham 40 Jahre hat Annegret Guhse ihren Haarzopf aufbewahrt. Er erinnert sie an eine Zeit, als ihr das Haar noch weit über die Schultern hing. Jetzt hat sich die 79-Jährige von dem Zopf getrennt – für eine gute Sache. Lela Frerichs, die Inhaberin des Haarstudios an der Bahnhofstraße, schickt ihn gemeinsam mit 18 weiteren Zöpfen nach Wien. Dort werden aus den Haaren ihrer Kundinnen Echthaarperücken angefertigt.

Der Verein Haarfee freut sich über solche Spenden. Sie werden dringend benötigt, um Perücken für Kinder anzufertigen, die durch dramatische Schicksalsschläge ihre Haare verloren haben. Nach dem Verlust der eigenen Haare in Folge einer Chemotherapie, schweren Verbrennungen oder der Krankheit Alopecia Areata verlieren die Kinder auch ihr Selbstwertgefühl. Um ihnen ein natürliches Aussehen zurückzugeben, brauchen die Kinder maßgeschneiderte Echthaarperücken, die zwischen 1500 und 3000 Euro kosten. Das Problem: Der Beitrag der Krankenkassen reicht in der Regel nicht annähernd aus, um das zu finanzieren.

Zum Glück gibt es Frauen wie Annegret Guhse, die ihr Haar für die gute Sache spenden. Ihr Zopf ist freilich der älteste, der auf die Reise nach Wien geht. Die anderen haben sich im Laufe der vergangenen zweieinhalb Jahre in Lelas Haarstudio angesammelt. Die erste Kundin, die ihr Haar spendete, war Kristin Warns. Die 22-Jährige hatte im Fernsehen einen Bericht über Haarspenden gesehen. Und das hat sie in ihrer Entscheidung bestärkt, endlich ernst zu machen mit dem lange geplanten Friseurtermin bei Lela Frerichs. Die beiden Frauen erkundigten sich im Internet und stießen auf den Verein Haarfee. Dann setzte Lela Frerichs die Schere an: 37 Zentimeter braunes Haar wurden zu einem Zopf geflochten und landeten in der Schublade. Inzwischen sind 18 weitere Zöpfe dazugekommen.

Und das ist längst nicht alles. In ihrem Saison hat Lela Frerichs auch Geld gesammelt für den Verein Haarfee. Schließlich ist es mit den Haarspenden allein nicht getan. Es entstehen auch Herstellungskosten. Mehr als 600 Euro sind in der Spendendose gelandet. Die Friseurin hat den Betrag auf 700 Euro aufgerundet.

Lela Frerichs will weiterhin Haarspenden für den guten Zweck sammeln. Früher reichten Haare mit einer Länge von 25 Zentimetern. Inzwischen sollten die Haarspenden mindestens 40 Zentimeter lang sein, weil Langhaarperücken bei den betroffenen Kindern zurzeit hoch im Kurs stehen. Bei Kristin Warns sind die Haare inzwischen wieder so weit nachgewachsen, dass in diesem Jahr der nächste Friseurtermin ansteht.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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