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nordwest-zeitung

Kreativität und soziales Engagement in Nordenham Statt Basar ein Nikolausgruß nach Hause

Horst Lohe

Nordenham - Einhaltung von Abstandsregeln und Hygienevorgaben mit Maskenpflicht – das erscheint nicht machbar beim traditionellen Martinsbasar in familiärer Atmosphäre in den teilweise engen Räumen des katholischen Pfarrheims St. Willehad in Nordenham, zumal bei einem Andrang wie in den Vorjahren von mehr als 600 Besuchern. Daher hat sich das Basarteam schweren Herzens entschlossen, den für den 14. und 15. November ins Auge gefassten Basar 2020 abzusagen.

Traurig, aber motiviert

„Wir sind darüber sehr traurig, aber wir alle sind dennoch motiviert, wie in den Vorjahren die Hilfsaktion Misereor zu unterstützen“, sagt Sprecherin Andrea Kampen.

Die Team-Mitglieder Yvonne Ahlers und Jürgen Tiemann waren auf die Idee gekommen, statt des weit über Nordenham hinaus bekannten und geschätzten Martinsbasars als zumindest kleinen Ausgleich eine Nikolausaktion zu veranstalten. Dies wird das Basarteam jetzt umsetzen. Dazu Andrea Kampen: „Beim Basar kommen die Leute zu uns, jetzt kommen wir zu ihnen. Und wir hoffen, so auch in Erinnerung zu bleiben für einen Martinsbasar im nächsten Jahr im November.“

Die Nikolausaktion findet coronabedingt aber ohne persönlichen Kontakt statt. Wer lieben Angehörigen, Bekannten oder Freunden einen Nikolausgruß nach Hause senden möchte, kann das Angebot des Basarteams nutzen.

Bestellblatt

Dazu soll ein Bestellblatt ausgefüllt werden, das ab 1. November beim Schriftenstand in der Willehad-Kirche ausliegen wird. Ausgefüllt und in einen Umschlag gelegt soll es in den Briefkasten des Kirchenbüros (St.-Willehad-Straße 37) geworfen werden.


Verbunden wird der Gruß mit Nikolaussäckchen, die das Basarteam mit selbst gefertigten Weihnachtssternen, Weihnachtskarten, Untersetzern für Tassen, anderen Dekoartikeln sowie Plätzchen und einem Schokolade-Nikolaus aus dem Eine-Welt-Laden füllen wird. Die Säckchen genäht hat Margarete Hilgen.

Die Zahl dieser Säckchen ist allerdings begrenzt: auf 100 Stück. Der Kostenbeitrag, der dafür zugunsten von Misereor erhoben wird, ist jedoch nicht begrenzt, muss aber mindestens 10 Euro betragen.

Das Geld soll mit in den Umschlag gelegt werden, der in den Briefkasten des Kirchenbüros geworfen wird.

Lieferung 5. Dezember

Das Basarteam liefert die bestellten Nikolausgrüße am Samstag, 5. Dezember, in der Zeit zwischen 17 und 19 Uhr aus. Bestellungen sind bis zum 11. November möglich.

Dem ständig aktiven Kern der Gruppe gehören zurzeit zwölf Frauen und Männer an. Sie bieten ausnahmslos selbst Gefertigtes an und alles ungeschmälert zugunsten von Misereor.  Jeder Cent kommt so über die katholische Hilfsorganisation Misereor hilfsbedürftigen Menschen jeden Glaubens, jeder Kultur und jeder Hautfarbe in Projekten zur Selbsthilfe in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika zugute. Beim Martinsbasar in den vergangenen Jahren betrug der Gesamterlös für Misereor durchschnittlich jeweils rund 8000 Euro.

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