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Nordenhamer Künstlergemeinschaft Gruppe 82 Sie teilen die Freude an der Malerei

Jens Milde
Zur Gruppe 82 gehören (von links): Gisela Böhle, Heike Ostendorf, Manfred Göbel, Inge Ukena, Renate Wieken und Karla Claußen.  Es fehlen Rolf Bruehlheyde und Christian Wiemers.

Zur Gruppe 82 gehören (von links): Gisela Böhle, Heike Ostendorf, Manfred Göbel, Inge Ukena, Renate Wieken und Karla Claußen. Es fehlen Rolf Bruehlheyde und Christian Wiemers.

privat

Nordenham - Gemeinsames künstlerisches Engagement zu leben und zu pflegen – das ist das Ziel der Nordenhamer Künstlergemeinschaft Gruppe 82. Vor 40 Jahren, im Februar 1982, hat sich die Gemeinschaft gegründet. Noch immer treffen sich die Teilnehmer regelmäßig einmal im Monat, um sich auszutauschen. Die Corona-Pandemie lässt zwar keine große Jubiläumsfeier zu. Aber Anlass, auf die vergangenen vier Jahrzehnte zurückzublicken, ist der runde Geburtstag allemal.

Gründungsmitglieder sind Heinz Raschdorf, Gerd Bromme, Gisela Böhle, Manfred Göbel und Norbert Neubert. Kennzeichen der Gruppe ist ein Logo, das Heinz Raschdorf entworfen hat. Es zeigt eine Allee mit acht stilisierten Bäumen, die für die Mitglieder der Künstlergemeinschaft stehen. Die Straße dazwischen symbolisiert den Weg, den die Künstler bereits zurückgelegt haben. Sie weist aber auch auf ein künstlerisches Ziel in der Ferne hin, das sich nur erahnen lässt.

Kommen und Gehen

„So wie in der Natur Bäume vergehen und andere nachwachsen, so veränderte sich im Laufe der Jahre auch die Zusammensetzung der Gemeinschaft“, teilt die Gruppe 82 mit. Aus unterschiedlichen Gründen trennten sich verschiedene Mitglieder von der Gruppe, dafür kamen neue dazu. Mal waren es weniger und als acht Mitglieder.

Nobert Neubert trennte sich nur wenige Jahre nach der Gründung von der Gruppe, um eigene Wege zu gehen. Im Laufe der Jahre kamen und gingen Helga Szeszart, Rita Eisenhauer, Joachim Knabe, Peter Ahlers und Viriesskin Javier del Toro Rodriguez. Gerd Bromme, ein großartiger Zeichner, der für seine sozialkritischen Bilder mehrere Auszeichnungen erhalten hatte, starb 1989. Seine Witwe, Gertrud Bromme, blieb der Gruppe stellvertretend für ihren Ehemann viele Jahre treu. Harry Gross, ebenfalls langjähriges Mitglied, verstarb 1999, und das Gründungsmitglied Heinz Raschdorf im April 2017. Andere Künstler schlossen sich an und blieben: Rolf Bruelheyde, Inge Ukena, Karla Claußen und Christian Wiemers.

Bei den Treffen stellen die Mitglieder ihre neue entstandenen Werke vor. Es werden Techniken besprochen. Es gibt Anregungen, Tipps und konstruktive Kritik. Man lernt voneinander. „Konstante ist die Freude an der Malerei.“


Austausch

Durch den intensiven Austausch hat jedes Gruppenmitglied im Laufe der Jahre seinen eigenen Stil entwickelt. Die Werke der Künstler sind sehr vielfältig: Sie entstehen in Öl, Acryl, Pastell, Ölpastell, mit Farbstift, Kohle oder Bleistift sowie in verschiedenen Mischtechniken. Sie sind realistisch, impressionistisch, abstrakt, surrealistisch, verträumt oder meditativ.

Im Zweijahresrhythmus widmen sich die Mitglieder bestimmten Themenschwerpunkten. So sind bereits viele interessante Kunstwerke unter anderem zu den Themen Wandlungen, Gegensätze, Verbindungen, Augenblicke, Begegnungen, Illusion, Farbgefühle und Farbströme entstanden. In den vergangenen Jahrzehnten haben Ausstellungen nicht nur in Nordenham stattgefunden. Die Kunstwerke der Gruppe 82 waren zum Beispiel in Dangast, Emden, Osnabrück, Oldenburg und Greetsiel zu sehen. Seit 2004 gehört die Gemeinschaft zum Rüstringer Heimatbund.

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