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Nach dem Studium kehrt Nordenhamer zurück Es ist die Nähe zu Familie und Freunden

Nordenham - Als Patrick Harzmann im Jahr 2014 sein Abitur am Nordenhamer Gymnasium gemacht hatte, stand für ihn noch nicht genau fest, wie seine beruflichen Zukunft aussehen sollte. „Ich wusste nur, dass es entweder in Richtung Chemie oder Biologie geht. Das mochte ich nämlich schon immer“, sagt er.

Studiert hat Patrick Harzmann schließlich an der Fachhochschule in Emden. „Ich habe mir den Campus dort angeschaut“, erzähl er, „der Studiengang für Chemietechnik hat mich am meisten angesprochen.“ 2018 hat er dort seinen Bachelor gemacht.

Heute arbeitet der 25-Jährige im Oldenburger Chemie-Unternehmen Plixxent und absolviert dort berufsbegleitend seinen Master. „Wenn alles nach Plan läuft, sollte ich 2022 damit fertig sein“, sagt Patrick Harzmann.

Ständig neue Projekte

Bei Plixxent arbeitet er als Entwickler für Polyurethanformulierungen. „Ganz vereinfacht kann man sich die Arbeit so vorstellen, als würde man Backmischungen für Kunststoffe produzieren“, erzählt Patrick Harzmann. „Ein Kunde möchte beispielsweise einen Autositz herstellen. Dann beschreibt er uns, welche Eigenschaften der Sitz haben soll, und wir mischen ihm die passende Formulierung dafür zusammen.“ Die tägliche Arbeit sei sehr vielfältig und abwechslungsreich. Genau das gefalle ihm so gut an seinem Beruf. „Wir bekommen ständig neue Projekte, dadurch wird es nie langweilig“, sagt er. „Ich fühle mich super wohl, mit dem was ich mache.“

Obwohl Patrick Harzmann in Oldenburg arbeitet, wohnt er seit einiger Zeit wieder in Nordenham. „Schon während des Studiums war ich ziemlich oft hier“, erzählt er. „Nordenham war dann irgendwie immer der Treffpunkt. Viele meiner Freunde und auch meine Freundin, die in Vechta studiert hat, sind am Wochenende nach Hause zu ihren Eltern gefahren.“


Oft zu Hause gewesen

Ein Jahr lang hat der 25-Jährige nach Abschluss des Bachelors gemeinsam mit seiner Freundin Julia in Oldenburg gewohnt. Aber auch währenddessen waren die beiden häufig in ihrer alten Heimat. „Wir haben irgendwann einfach gemerkt, dass wir jedes Wochenende nach Nordenham fahren, und uns dann dazu entschlossen, dass es einfach praktischer ist, wieder dort hin zu ziehen.“

Grundsätzlich könnte der 25-Jährige sich auch vorstellen, irgendwann in Nordenham zu arbeiten. Es sei allerdings ziemlich schwierig, hier eine Stelle in dem Bereich zu finden, in dem er arbeitet. Dass er jetzt jeden Tag zur Arbeit pendeln muss, stört ihn aber ohnehin nicht. Für Patrick Harzmann ist das Fahren eine Sache, an die man sich einfach nur gewöhnen muss.

Heimat wertschätzen

An Nordenham schätzt Patrick Harzmann am allermeisten die Nähe zur Familie und zu den Freunden. „Hier ist aber auch einfach alles entspannter. Alleine schon, dass man hier fast nie große Verkehrsstaus hat, ist ein Vorteil“, findet er.

In seiner Schulzeit, berichtet Patrick Harzmann, hatten viele seiner Mitschüler eine ablehnende Haltung gegenüber Nordenham und wollten raus aus der Kleinstadt. Etliche von ihnen sind mittlerweile aber doch wieder zurückgekehrt. „Ich glaube, viele lernen die eigene Heimat erst mit der Zeit zu schätzen“, sagt Patrick Harzmann.

Eyleen Thümler
Eyleen Thümler Redaktion Nordenham
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