Nordenham - Die Moorseer Mühle hat jetzt ein neues Exponat in ihrer Sammlung. Dabei handelt es sich um einen Dieselmotor der Marke Deutz. Dieser wurde in den Zwanzigerjahren in die Moorseer Mühle eingebaut, um den Windantrieb zu unterstützen. Ein elektrischer Motor hat in den Dreißigerjahren den Hilfsantrieb ersetzt.
Weitere Recherche nötig
„Der Dieselmotor galt als verschollen“, erzählt Museumsleiterin Gesche Neumann. Im Juni dieses Jahres jedoch hat sich Bastler Edgar Sommer, der in Schweewarden wohnt, beim Rüstringer Heimatbund gemeldet und mitgeteilt, dass er den Motor zu Hause habe.
„Wir haben uns riesig gefreut, als wir gehört haben, dass der Motor doch noch existiert“, sagt Hans-Rudolf Mengers, 1. Vorsitzender des Rüstringer Heimatbunds. Noch ist nicht sicher, ob es tatsächlich der originale Motor der Moorseer Mühle ist. Es könne auch sein, dass er zur damaligen Ellwürder Mühle gehört. Gesche Neumann hat nun die Aufgabe, zu recherchieren, woher der Motor stammt. „Es ist aber auf alle Fälle ein Motor aus einer Mühle“, versichert sie.
Den Motor hat Edgar Sommer der Mühle geschenkt. „Hier ist er am besten aufgehoben“, sagt der 76-Jährige. Damit der Motor mobil ist und vorgeführt werden kann, hat er ihn auf einen Wagen montiert. „Ich habe schon immer gerne gebastelt und hatte Spaß daran, den Motor, der damals in einem trostlosen Zustand war, aufzubereiten“, sagt Edgar Sommer.
Vorführung für Besucher
Den Besuchern der Mühle soll der Motor bei verschiedenen Gelegenheiten vorgeführt werden. „Es wurde ein Stück Originalität zurückgeführt“, sagt Hans-Rudolf Mengers. Alle Veranstaltungen in diesem Jahr, wie zum Beispiel das Mühlenfest, können aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht stattfinden. „Jetzt haben wir den Motor, der dient ein wenig als Ersatz, gerade auch für Besucher“, sagt Hans-Rudolf Mengers. An diesem Sonntag zwischen 12 und 17 Uhr können Besucher den Motor anschauen. Er soll auch immer mal wieder in Betrieb gesetzt werden.
