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Ukraine Krieg Friedensbanner weht vor dem Nordenhamer Rathaus

Norbert Hartfil
Norbert Hartfil Ulrike Krebs
Hausmeister Gunnar Emmert (links) und Stadtoberhaupt Nils Siemen hissten das Friedensbanner vor dem Rathaus.

Hausmeister Gunnar Emmert (links) und Stadtoberhaupt Nils Siemen hissten das Friedensbanner vor dem Rathaus.

Norbert Hartfil

Nordenham - Die blau-gelbe Flagge der Ukraine weht zwar (noch) nicht, vor dem Nordenhamer Rathaus. Aber dort hängt jetzt eine andere Fahne, die als Signal der Solidarität gedacht ist: Gemeinsam mit Hausmeister Gunnar Emmert hat Stadtoberhaupt Nils Siemen am Montag an einem der Fahnenmasten auf der Rathauswiese ein grün-weißes Banner mit Friedenstaube gehisst. Dabei handelt es sich um das Erkennungszeichen des internationalen Bündnisses „Mayors for Peace“. Diesem Zusammenschluss der „Bürgermeister für den Frieden“ ist Nils Siemen beigetreten, um seinen Protest – und den der Stadt Nordenham – gegen den russischen Angriff auf die Ukraine zum Ausdruck zu bringen.

Appell an Putin

Den Krieg und jede Form von Gewalt verurteilt der Nordenhamer Bürgermeister auf das Schärfste. „Dieser Konflikt kann militärisch nicht gelöst werden“, betont Nils Siemen. Der russische Präsident Wladimir Putin müsse die Kriegshandlungen sofort einstellen und an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Dem Netzwerk „Mayors for Peace“ gehören 8065 Städte und Gemeinden in 165 Ländern an. Deutschland ist mit mehr als 700 Mitgliedern vertreten. 1982 hatte der damalige Bürgermeister der japanischen Stadt Hiroshima, die im 2. Weltkrieg durch eine Atombombe weitgehend zerstört worden war, die Initiative ins Leben gerufen. Das Bündnis setzt sich mit verschiedenen Aktionen gegen die weitere Verbreitung von Atomwaffen ein und strebt deren Abschaffung an.

Zusätzlich zum „Mayors for Peace“-Banner will Bürgermeister Nils Siemen in den nächsten eine Ukraine-Fahne vor dem Rathaus hissen. „Die ist bestellt“, sagt er.

Zweite Mahnwache

Am Sonntagabend hat auf dem Nordenhamer Marktplatz eine weitere Mahnwache gegen den Krieg in der Ukraine stattgefunden. Nach etwa 250 Teilnehmern bei der ersten Veranstaltung eine Woche zuvor waren es diesmal noch mehr Menschen, die für den Frieden demonstrierten. Polizeioberkommissar Daniel Schönig schätzte die Beteiligung auf etwa 325 Personen.


Alle Altersgruppen waren vertreten. Viele Teilnehmer hatten Kerzen mitgebracht, einige Plakate und ukrainische Fahnen. „Stop Putin – Free Ukraine“, „Frieden und Freiheit für die Ukraine“ oder „Abrüsten ist das Gebot der Stunde“ hieß es auf den Transparenten.

Friedenslieder

In Ansprachen machten Bürgermeister Nils Siemen, die evangelische Pastorin Christiane Wittrock und die seit dreieinhalb Jahren hin Nordenham wohnende Ukrainerin Zoryana Janke ihre Ängste und Sorgen, ihre Trauer und ihre Fassungslosigkeit angesichts des Krieges deutlich. Sie hoben hervor, wie wichtig es sei, in diesen schweren Zeiten Solidarität mit den vom Krieg gebeutelten Menschen zu zeigen.

Der Bürgermeister teilte mit, dass die Stadt Nordenham weiterhin Wohnraum für die zu erwartenden Flüchtlinge sucht. Die Lehrerin Zoryana Janke, die sehr anschaulich die verheerenden Zustände in der Ukraine schilderte, rief zu Spenden für die betroffenen Menschen auf. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Hartmut Becker, der die Anti-Kriegslieder „Sag mir, wo die Blumen sind“, „Kai“ und „Es ist an der Zeit“ vortrug. Vor allem das dritte Lied würde der in Blexen lebende Sänger und Gitarrist gerne den russischen Soldaten über die sozialen Medien zukommen lassen, um ihnen die Sinnlosigkeit dieses Krieges zu verdeutlichen.

Initiator Jürgen Janssen und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter gehen davon aus, dass es auch am kommenden Sonntag eine Mahnwache geben wird.

Norbert Hartfil
Norbert Hartfil Redaktion Nordenham (Leitung)
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