Nordenham - Das Konzert der deutsch-französischen Band Funktomas & The Four Funky French Friends war im März vergangenen Jahres die erste Jahnhallen-Veranstaltung, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Der Auftritt der Gruppe, die aus der Städtepartnerschaft zwischen Nordenham und Saint-Étienne-du-Rouvray hervorgegangen ist, könnte auch der erste des Jahres 2021 sein. Auf dem Papier ist das auch so, denn noch steht das Funktomas-Konzert für Freitag, 5. März, im Terminkalender. Programmchef Stefan Jaedtke macht sich allerdings keine Illusionen. Er geht davon aus, dass viele der – zum Teil schon vor Ausbruch der Pandemie geplanten Veranstaltungen – nicht stattfinden werden.
True Collins im Oktober
Für Veranstaltungen mit Party-Charakter – und dazu zählt ein Auftritt der deutsch-französischen Funkformation ohne Zweifel – sieht Stefan Jaedtke auch in 2021 keine guten Perspektiven. Deshalb wird’s auch wohl nichts mit den Jailbreakers. Die AC/DC-Coverband soll eigentlich am 27. März in der Jahnhalle spielen. Ein weiteres Beispiel aus der Kategorie Party-Konzert ist der für den 2. Oktober geplante Abend mit der Band True Collins. „Auch dieses Konzert ist zurzeit schwer vorstellbar“, sagt Stefan Jaedtke. „Selbst wenn dann 150 Besucher möglich wären, stellt sich die Frage, ob das finanziell sinnvoll ist.“
Trotz aller Ungewissheiten, versuchen Stefan Jaedtke und sein Mitarbeiter Sven Lüdke positiv zu bleiben und den arg gebeutelten Künstlern Mut zu machen. „Wir machen, was geht“, sagen sie. Planen und wieder verwerfen ist zurzeit allerdings der Alltag bei den beiden. Verworfen haben sie bereits sämtliche Planungen für den Februar. Angesichts der nicht gerade Mut machenden Infektionszahlen gehen sie davon aus, dass der Kulturbetrieb noch eine Weile auf Eis liegt und dass ein Neustart mit erheblichen Hygieneauflagen verbunden ist.
Hygienekonzept
Wann der Startschuss für das Jahnhallen-Programm fällt, kann zurzeit niemand seriös voraussagen. „Zurzeit peilen wird den 13. März an“, sagt Stefan Jaedtke. Dann steht ein Gastspiel des Kabarettisten Reiner Kröhnert auf dem Programm – eine bestuhlte Veranstaltung. Dass solche Veranstaltungen auch unter Pandemie-Bedingungen möglich sind, hat die Jahnhalle 2020 bereits unter Beweis gestellt. Im vergangenen Jahr hat sie ein Hygiene-Konzept mit maximal 70 Besuchern umgesetzt. Stefan Jaedtke geht davon aus, dass es bei einem Neustart wieder zur Anwendung kommt. Für die Veranstaltung mit Reiner Kröhnert sei aber auch ein Umzug in die größere Friedeburg denkbar.
Stefan Jaedtke glaubt, dass bestuhlte Kulturveranstaltungen in der Jahnhalle stattfinden können, wenn die Corona-Regeln wieder gelockert werden. Außerdem sieht er Chancen für Konzerte unter freiem Himmel. Sven Lüdke erinnert daran, dass das Stadtfest light in Abbehausen mit Live-Musik im vergangenen Jahr gut funktioniert hat. Er kündigt an, dass auch die Jahnhalle vermehrt nach draußen geht – zum Beispiel auf das Gelände des Störtebeker-Bads in Atens.
Öfter nach draußen
„Auch die Veranstaltungsfläche am Union Pier wollen wir bespielen“, sagt Sven Lüdke. Allerdings gibt es hier keine Umzäunung. Deshalb bietet sich die Fläche in erster Linie für Veranstaltungen der Kategorie „Umsonst und draußen“ an.
