Nordenham - Vor 30 Jahren ist der Verein „Fussel, Hilfe für krebskranke Kinder Nordenham“ gegründet worden. Wegen der Corona-Pandemie können die zurzeit 90 Vereinsmitglieder dieses Jubiläum nicht gemeinsam feiern.
Anlass für die Gründung war ein an Krebs erkranktes Kind in der Wesermarsch, das später leider verstarb. Auch zu der Zeit gab es schon Hilfen für Eltern in solchen Situationen, aber diese lagen noch in den Anfängen.
Im ganzen Landkreis
Die damals betroffenen Eltern und einige Mitstreiter haben den Verein gegründet und im Laufe der Jahre ein gut funktionierendes Netzwerk aufgebaut, das Eltern, Elternverbänden, weiteren Vereinen, Ärzten, Kliniken, Rehabilitationszentren, Erholungseinrichtungen sowie auch kirchlichen Verbänden die Möglichkeit bietet, sich auszutauschen. Heute werden Familien in der ganzen Wesermarsch betreut und unterstützt.
Sobald es die Corona-Pandemie wieder zulässt, sollen langjährige Mitglieder von Fussel in einer kleinen Feierstunde geehrt werden.
Seit 30 Jahren sind dabei: Petra Czeranowicz, Edith Frische, Kyri Chalott Gettel, Heike und Heiner Westphal (alles Gründungsmitglieder), Elke Dannemann, Diana Kempendorf, Marion Loschinsky und Hans-Ulrich Schiffner
Seit 25 Jahren: Christel Schmidt
Seit 20 Jahren sind bei Fussel aktiv: Frieda und Georg Modersitzki
Der Verein hat sich zudem die Unterstützung der Tumor- und Leukämieforschung zur Aufgabe gemacht. Die Nachsorge ist im Laufe der Jahre zu einem wichtigen Bestandteil der Aufgaben geworden.
Seit 1995 organisiert Fussel regelmäßig Erholungswochen in Butjadingen. Sie musste im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie erstmals ausfallen. In den ersten zwei Jahren sind bis zu 50 betroffene Familien eingeladen worden, sich an der Nordseeküste, in Burhave und Tossens, eine Woche zu erholen. Rund ein Dutzend engagierter Vereinsmitglieder und zahlreiche weitere ehrenamtliche Helfer sorgten dafür, dass die Familien eine schöne Zeit haben.
Ferien für 350 Familien
Seit 1997 sind jährlich rund zwölf Familien aus ganz Nordwest-Deutschland eingeladen worden. Der Kostenaufwand für die bisher 23 organisierten Erholungswochen für rund 350 Familien betrug in jedem Jahr bis zu 15 000 Euro.
Unterstützt wird der Verein bei der Finanzierung durch die heimische Wirtschaft, Vermieter der Unterkünfte und Spenden aus der Bevölkerung.
Der Verein hat in den drei Jahrzehnten auch sechs Typisierungsaktionen organisiert und damit 3802 potenzielle Spender für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gewinnen können.
Bastelgruppe
Damit Fussel auch immer wieder in der Öffentlichkeit präsent ist, verkauft die vereinsinterne Bastelgruppe Holz- und Dekoartikel auf Märkten sowie Stadt- und Dorffesten. Die Erlöse fließen zu einem Großteil in die Finanzierung der Erholungswoche. Kosten, die für Verwaltung, Material und mehr entstehen, trägt der Verein durch seine Mitgliedsbeiträge.
Fussel hat seinen Bekanntheitsgrad weit über die Wesermarsch hinaus ausbauen können. Projekte in ganz Deutschland werden gefördert, und auch Betroffene in anderen Bundesländern bekommen Hilfe von Fussel.
Im vergangenen Jahr kam das Vereinsleben wegen der Corona-Pandemie weitgehend zum Erliegen. Der Verein hofft, seine Aktivitäten bald wieder aufnehmen zu können, und freut sich über tatkräftige Unterstützung und Spenden.
Dem Vorstand gehören an: Vorsitzender Heiner Westphal, stellvertretende Vorsitzende Ramona Göbel, Kassenwartin Doris Ratjen und Schriftführerin Dagmar Ostendorf-Esser.
Sobald es die Corona-Pandemie wieder zulässt, sollen langjährige Mitglieder von Fussel in einer kleinen Feierstunde geehrt werden.
Seit 30 Jahren sind dabei: Petra Czeranowicz, Edith Frische, Kyri Chalott Gettel, Heike und Heiner Westphal (alles Gründungsmitglieder), Elke Dannemann, Diana Kempendorf, Marion Loschinsky und Hans-Ulrich Schiffner
Seit 25 Jahren: Christel Schmidt
Seit 20 Jahren sind bei Fussel aktiv: Frieda und Georg Modersitzki
