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Schwimmen Fleißiges Talent erreicht großes Ziel

Nordenham/Oldenburg - Er hat sein Ziel erreicht. Der Nordenhamer Schwimmer Kilian Rosenbohm (Jahrgang 2005) steht im Landeskader des Landesschwimmverbands Niedersachsen. Fortan trainiert das für den Polizei SV Oldenburg startende Talent aus der Wesermarsch regelmäßig am Leistungsstützpunkt Osnabrück.

Der Weg zum Ziel

Im Jahr 2019 war Kilian vom SV Nordenham zur damaligen SG Region Oldenburg gewechselt – mit dem Ziel, irgendwann in den Landeskader aufgenommen zu werden. „Leider war das 2019 nicht mehr möglich, da Kilian die Pflichtzeiten noch nicht erreichen konnte“, blickt sein Vater Jens Rosenbohm zurück. 2020 habe die Corona-Pandemie ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es habe kaum Wettkämpfe gegeben. Das änderte sich im vergangenen Jahr. „2021 konnte Kilian die Pflichtzeiten für die Aufnahme vorlegen“, sagt Jens Rosenbohm.

Die Entscheidung

Kilian hat sich für das Training am Landesstützpunkt in Osnabrück entschieden. „Ich habe dort wesentlich bessere Trainingsmöglichkeiten“, sagt er. Dort gebe es eine 50-Meter-Bahn und ein anliegendes Fitnessstudio. „Ich habe bereits ein paar Trainingseinheiten in Osnabrück absolviert und bin mir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben“, sagt er.

Der Landeskader

Vom Polizei SV Oldenburg haben es neben Kilian Rosenbohm noch drei weitere Talente in den Landeskader geschafft: Auch Magnus Danz (Jahrgang 2004) und Morten Danz (2007) sowie Diego Dekker (2007) werden fortan am Stützpunkt Osnabrück trainieren.

Insgesamt zählen 108 Schwimmerinnen und Schwimmer aus den Jahrgängen 1999 bis 2011 zum Landeskader in Niedersachsen. Davon trainieren 61 im Landesleistungszentrum in Hannover. Die anderen verteilen sich auf die Stützpunkte Region Oldenburg/Delmenhorst (17), Osnabrück (14), Braunschweig (10) und Göttingen (6).

Das Trainingslager

Nach einer einwöchigen Regenerationspause habe er sein Training zwischen den Jahren wieder aufgenommen. Seit Montag nimmt er an einem Trainingslager für Kaderschwimmer in Osnabrück teil. Der Tagesablauf hat es in sich. Drei Trainingseinheiten stehen täglich auf dem Programm. „Die erste beginnt mit einer zweistündigen Wassereinheit“, sagt er. „Danach gehen wir ins Fitnessstudio.“

Dort arbeitet er zusammen mit einem Fitnesstrainer ein auf Schwimmer abgestimmtes Programm ab. Unter anderem setzt er sich aufs Fahrrad, um beim Spinning die Ausdauer zu verbessern.

Weil Kilian jemand ist, der genau wissen will, was er trainiert, kann er auch sagen, welche Muskelgruppen beim Spinning beansprucht werden. „Es trainiert vor allem die Oberschenkel-, Waden- und Gesäßmuskulatur. Auch die die vorderen und seitlichen Bauchmuskeln sowie die Rückenstrecker werden beansprucht.“ Merke: Wer viel trainiert, kann also auch viel lernen.


Nach dem Spinning darf Kilian eine Stunde regenerieren, ehe es für die nächste zweistündige Einheit ins Wasser geht. Kilian hofft, dass er für die Norddeutschen Meisterschaften der langen Strecken am 19. und 20. Februar im Stadionbad Hannover viel mitnehmen kann.

Der Stammverein

Das Training am Landesstützpunkt Osnabrück ergänzt die Einheiten beim Polizei SV Oldenburg. Dort kümmert sich Beate Schroeder um die Entwicklung der jungen Schwimmerinnen und Schwimmer. Die Trainerin freut sich für ihren Schützling und lobt dessen Trainingseifer. Sie betont: „Je älter man wird, desto schwieriger ist es, in den Kader zu kommen.“

Kilians Wechsel unter ihre Fittiche sei gleichbedeutend mit einer großen Umstellung gewesen. Er habe in den vergangenen Jahren hart an sich gearbeitet, viel dazu gelernt und große Fortschritte gemacht, sagt sie.

Die Basis

Die Basis dieser Entwicklung sei seine Einstellung. „Er ist sehr fleißig. Schwimmen bedeutet Kilian sehr viel“, sagt sie. Kilian und seine Eltern nehmen laut Beate Schroeder viele Widrigkeiten in Kauf. Die ambitionierten Schwimmerinnen und Schwimmer des Polizei SV trainieren schließlich achtmal in der Woche im Wasser – montags bis samstags. Hinzu kommt das Landtraining. Das könne sie wegen der Pandemie derzeit nur eingeschränkt anbieten, sagt Beate Schroeder. Einzig an den beiden frühen Wassereinheiten vor der Schule kann Kilian nicht teilnehmen.

Die Eltern

Kilians Eltern fahren ihn also sechsmal in der Woche nach Oldenburg. Während er trainiert, müssen sie warten. „Und das bewundere ich“, sagt Beate Schröder. Sie freut sich, dass sich Kilians Eltern auch als Kampfrichter bei Wettbewerben einbringen. „Ohne sie geht es nun mal nicht.“

Der Schwerpunkt

Der Schwimmsport ist laut Beate Schroeder trainingsintensiv und auch vielseitig. Das Training für die langen Strecken unterscheide sich deutlich von dem für die kurzen Strecken. Kilian bevorzuge den Sprint, sagt sie. Dafür bringe er die richtigen Eigenschaften mit. Er reagiere und starte schnell, sagt seine Trainerin.

Und mittlerweile habe sich auch seine Einstellung in Bezug auf die längeren Strecken gewandelt, erzählt sie. Nachdem er im vergangenen Jahr die 800 Meter erstmals während eines offiziellen Wettkampf zurückgelegt hatte, habe sie ihn gefragt, ob die Strecke denn wirklich so schlimm sei. „Kilians Antwort lautete: Eigentlich nicht“, sagt sie und lacht. „Bei den 1500 Metern sind wir aber noch nicht angekommen.“

Wolfgang Grave
Wolfgang Grave Redaktion Nordenham (Lokalsport)
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