• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch

Einstellungskriterium: ein Herz für Tiere

29.08.2019

Nordenham Reichtümer kann man als Leiter oder Leiterin des Nordenhamer Tierheims nicht verdienen. Aber für viele ist es trotzdem ein Traumjob. Auch für Jacqueline Adamietz. Seit Oktober 2017 führt sie Regie in dem Haus an der Deichstraße 150 in Volkers. Doch diese Zeit ist bald vorbei. Die 24-Jährige hat gekündigt. Und deshalb sucht die Stadt Nordenham, die das Tierheim betreibt, einen Nachfolger. Bis zum 1. März 2020 muss sie die Stelle neu besetzen.

Jacqueline Adamietz macht kein Geheimnis daraus, dass ihr der bevorstehende Abschied schwer fällt. Sie sieht für sich aber keine andere Wahl, als die Tierheimleitung abzugeben. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie in diesem Jahr einen Hof am Sandinger Weg gekauft. Und sie hat dort eine Tierpension übernommen. Inzwischen hat die 24-Jährige festgestellt, dass diese Doppelbelastung zu viel ist. Vor allem könne sie die zeitliche Flexibilität, die erforderlich ist, um das Tierheim zu leiten, langfristig nicht mehr gewährleisten. „Man ist im Prinzip immer in Bereitschaft. Manchmal klingelt auch nachts das Telefon,“ sagt sie.

Arbeit hat Spaß gemacht

„Ich hoffe, dass die Stadt jemanden findet, der genauso viel Herzblut mitbringt wie ich“, sagt Jacqueline Adamietz. Die Arbeit im Tierheim habe ihr immer großen Spaß gemacht. Die Nordenhamerin lobt auch die „hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt.“ Und sie blickt auf eine Zeit zurück, in der sie auch mit Unterstützung der Stadt einiges im Tierheim auf die Beine gestellt hat. Das größte Projekt war der lang ersehnte Bau eines Zauns, der das Gelände eingrenzt. Darüber hinaus hat Jacqueline Adamietz ein neues Katzenzimmer eingerichtet. Stolz ist sie auch auf die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium. In einer Projektwoche hatten Schüler die Einrichtung verschönert.

Dieses Schild im Tierheim erinnert an das Ehepaar Moyzes, auf dessen Erbe das Tierheim zurückgeht.

Einziges Tierheim in der Wesermarsch

Das Moyzes-Tierheim hat die Stadt 1989 in Volkers eingerichtet. Finanziert wurde es mit dem Vermögen, das Hildegard und Eduard Moyzes der Stadt vermacht hatten mit der Auflage, ein Tierheim zu betreiben. Dieses Geld dürfte inzwischen aufgebraucht sein. Nach den Worten von Uschi Wilkens läppert sich im Laufe des Jahres einiges an Kosten zusammen. Genaue Angaben zu den Kosten könne sie aber nicht machen. Das Geld wird unter anderem für Tierarztkosten, Futter und die Gebäudeunterhaltung benötigt. Das Moyzes-Tierheim ist das einzige in der Wesermarsch. Und es ist nach den Worten von Uschi Wilkens eines der wenigen überhaupt, die von einer Kommune betrieben werden.

Nach den Worten von Jacqueline Adamietz herrschte in diesem Jahr besonders viel Betrieb im Tierheim. Bis zu 60 Katzen mussten gleichzeitig untergebracht werden. Die meisten davon waren Katzenbabys, und viele davon waren krank. „Inzwischen hat sich die Situation wieder etwas entspannt“, sagt Jacqueline Adamietz. Rund 35 Katzen haben zurzeit ein vorübergehendes Zuhause im Tierheim. Außerdem ist dort ein Hund untergebracht.

Uschi Wilkens, die das Amt für Ordnung und Soziales leitet, hofft auf möglichst viele Bewerber. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. September. Interessierte müssen einen Nachweis der Sachkunde gemäß Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes vorweisen oder über eine Qualifikation als Tierpfleger/in oder tiermedizinische/r Fachangestellter verfügen.

Aufwandsentschädigung

In der entsprechenden Ausschreibung der Stadt steht außerdem, dass eine Aufwandsentschädigung gezahlt und eine Kilometerpauschale für notwendige Fahrten mit dem Auto gewährt wird. Darüber hinaus weist Uschi Wilkens darauf hin, dass sich im Gebäude eine Wohnung befindet, die angemietet werden kann.

Es bahnt sich der dritte Wechsel der Tierheimleitung seit 2015 an. Seinerzeit hatte Doris Kraft, die knapp zehn Jahre in der Einrichtung tätig war, die Leitung an Jessica Petko abgegeben. Jacqueline Adamietz hofft, dass die Stadt bei der Suche nach einem Nachfolger schnell fündig wird, damit genügend Zeit für eine Einarbeitung bleibt.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2205
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.