Nordenham - Viel Gewusel herrschte am Dienstag beim Weihnachtsbasar des Nordenhamer Gymnasiums. Sehr guter Besuch belohnte die intensiven Vorbereitungen der Schülerinnen und Schüler.
Lange gezweifelt
„Wir hatten lange gezweifelt, ob wir diese Veranstaltung in diesem Jahr verantworten können“, sagte die kommissarische Schulleiterin Anja Cotte, denn natürlich gehe in diesen Wochen auch an ihrer Schule das Grippe-Virus um und überdies sei nach wie vor Corona nicht besiegt.
Letztlich habe die Schulleitung sich aber doch für den Basar entschieden, weil Schüler und Lehrer auf dieses „reale Erlebnis in der zurzeit oft so digitalen Blase“ nicht verzichten wollten, wie Anja Cotte sagt.
Die meisten der 850 Schülerinnen und Schüler der 26 Gymnasialklassen hatten sich kräftig ins Zeug gelegt, um zum Gelingen des Nachmittags beizutragen: Es gab an den 36 aufgebauten Ständen Weihnachtsdeko und allerlei andere schön gestaltete Blickfänge, Selbstgebackenes und vielerlei andere Leckereien wie gebrannte Mandeln, Schokoladen oder Bonbons.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b beispielsweise boten Lebkuchenhäuser an und sie waren beim Verkaufspreis durchaus flexibel: zehn Euro pro Häuschen und bei etwas „verunglückten“, so stand geschrieben, nur fünf.
Die Klasse 10c hatte ein großes Glasgefäß mit Reiskörnern gefüllt und animierte, die Anzahl zu erraten. Und wer hatte die Körner zuvor gezählt? „Die ganze Klasse“, erzählte Arne Segebrecht. Jeder einzelne habe eine Brotdose mitgebracht und für sich allein gezählt – und schließlich wurden alle Reiskörner zusammengekippt.
Zum „König der Löwen“
Die Abschlussklassen hatten einen Fotostand für Freundschaftsfotos mit der Sofortbildkamera aufgebaut, andere forderten zum Torwandschießen und Dosenwerfen heraus. Die Erlöse aus jeder Aktivität, so erzählte SV-Mitglied Silas Wittrock, bleibe hälftig in der Klassenkasse, um die entstandenen Kosten zu decken, und gehe zur anderen Hälfte in ein Projekt, das Mitte Januar starten soll: Alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums fahren gemeinsam nach Hamburg zum Musical „König der Löwen“.
Nur die Teilnehmer des Ski-Kurses arbeiteten in der Cafeteria auf eigene Kasse, um damit den Eigenbetrag für die nächste Ski-Freizeit zu deckeln.
