Nordenham - Die Losung für den zweiten Spieltag formuliert der Coach des TK Nordenham: „Wir wollen den Traumstart realisieren“, sagt Christopher Brandau. Er lässt keinen Zweifel daran, dass sein Team heiß auf den zweiten Sieg in der Winterrunde der Männer-Verbandsklasse ist. Am Samstag schlägt es ab 13 Uhr in der Halle des Tennisvereins Rot-Weiß Bremen auf.
Guter Eindruck
Brandaus Optimismus speist sich aus den starken Leistungen beim 4:2-Sieg im ersten Saisonspiel gegen den TC Lilienthal und aus seinen Beobachtungen im Training. Dort hätten seine Spieler einen guten Eindruck hinterlassen, sagt er. „Wir haben keine Verletzungssorgen und werden mit demselben Kader wie am ersten Spieltag spielen. Ich hoffe nur, dass niemand kurzfristig krank wird.“ Diese Sorge teilt er inmitten der Pandemie mit den meisten Trainerinnen und Trainern.
Die Bremer verloren ihr erstes Spiel gegen den Tabellenführer Barrier TC mit 2:4. Mit ein wenig Glück wäre für sie ein Unentschieden möglich gewesen. Ralf Schoon hatte sein Einzel gegen Barriens Leon Dally erst im Match-Tiebreak abgeben müssen.
Der nächste dicke Brocken liegt im Weg: Die Tennisspieler des SV Nordenham stehen an diesem Samstag ab 16 Uhr vor einer großen Herausforderung. Der Tabellenvorletzte der Männer-Bezirksliga gastiert beim Tabellenzweiten, dem Wardenburger TC.
Die Wardenburger haben ihre bisherigen beiden Partien gewonnen: mit 4:2 gegen den TK Nordenham II und mit 6:0 gegen den TV Varel II. Der SVN hingegen verlor gegen Varel mit 1:5 und gegen den Tabellenführer Bremerhavener SV mit 2:4.
Eben jener Spitzenreiter ist am Sonntag ab 13.30 Uhr Gastgeber der Zweiten des TK Nordenham. Sie belegt vor dem dritten Spieltag mit einem Sieg und einer Niederlage den dritten Tabellenplatz.
Wenn Brandau sagt, dass die Bremer wahrscheinlich das schwächste Team der Liga seien, sagt das zugleich einiges über die Stärke der Verbandsklasse aus. Der Gegner sei ein erfahrenes, mit Ü-30-Spielern gespicktes Team, meint er.
Team will nachlegen
Doch Bangemachen ist beim TKN dieser Tage verpönt. „Wir wollen nachlegen“, sagt Brandau. Er weiß um den Wert eines möglichen zweiten Sieges. Eine perfekte Bilanz nach zwei Spieltagen wäre „der Wahnsinn“, sagt er. „Wenn sie das schaffen sollten, können sich die Jungs auch neue Ziele setzen und oben angreifen“, meint der Coach.
Ob dies angesichts des hohen Leistungsvermögens der anderen Teams möglich sei, stehe auf einem anderen Blatt. Jedenfalls würde ein Sieg seinen Spielern den negativen Druck des Abstiegskampfs nehmen, sagt er. „Die gingen dann mit einem ganz anderen Gefühl in die Spiele. Die Arme wären viel lockerer.“
Aber die Partie muss erst noch gespielt werden. Und überhaupt: Erst mal müssen die Nordenhamer am Samstag einen Weg zur Halle finden. Die Anreise könnte schließlich eine kleine logistische Meisterleistung erfordern.
Frühe Anfahrt
Die Halle von Rot-Weiß Bremen liegt laut Brandau direkt neben dem Weserstadion. Und der dort beheimatete Fußball-Zweitligist namens Werder Bremen spielt am Samstag ab 13.30 Uhr gegen den Karlsruher SC.
Das bedeutet: „Der Osterdeich ist gesperrt“, sagt Brandau. „Es wird eine große Herausforderung, die Halle zu erreichen. Wir müssen also rechtzeitig losfahren“, sagt Brandau und lacht. Vielleicht ist es ja sogar ein Vorteil: Ein Spaziergang vorm Spiel vom Parkplatz zur Halle könnte die Beine nach der Autofahrt ein wenig lockern.
