Nordermoor - Schießbetrieb, Schützenfest, gesellschaftliche Veranstaltungen – in 2020 und der ersten Hälfte 2021 fast alles ausgefallen. Dementsprechend sparsam fiel beim Moorriemer Schützenverein die Rückschau auf die vergangenen Monate aus. Dennoch war auf der Jahreshauptversammlung im Nordermoorer Schützenhaus die Freude groß, dass man endlich wieder zusammen kommen konnte.
Werbegelder gespendet
„Ich freue mich, dass so viele Mitglieder unseres Vereins der Einladung gefolgt sind“, eröffnete die Vorsitzende Dörthe Böning die Versammlung. Trotz des Vereinslebens „auf Sparflamme“ galt ihr Dank den engagierten Mitgliedern, die in dieser Zeit das Schützenhaus „in Schuss“ gehalten hatten.
Und noch etwas Positives konnte die Vorsitzende berichten: Fast alle Unternehmen, die in der geplanten, aber nicht erschienenen Festschrift zum Schützenfest eine Werbeanzeige geordert und bereits bezahlt hatten, stellten dem Verein die Summen als Spenden zur Verfügung. Bei den Kreismeisterschaften, die kurz vor dem Lockdown stattgefunden hatten, konnten die Aktiven des Schützenvereins außerdem hervorragende Platzierungen erreichen. Am Tag des abgesagten Schützenfestes 2020 hatten die Mitglieder des aktuellen Königshauses es sich ferner nicht nehmen lassen, per Fahrrad durch die geschmückten Dorfstraßen zu radeln – ganz zur Freude der Anlieger.
Mitgliedsbeitrag erhöht
Für eine Beitragserhöhung sah der Vorstand gute Gründe: Die ausgefallenen Schützenfeste in 2020 und 2021 hätten der Vereinskasse ein großes Loch beschert. Einstimmig beschloss die Versammlung, den Mitgliedsbeitrag der Aktiven von 45 auf 60 Euro pro Jahr zu erhöhen. Die Aussicht auf eine mögliche und immens hohe Kostensteigerung der gesetzlich vorgeschriebenen Schießstandabnahmen könnten vielen Schützenvereinen in der Region „das Genick brechen“, so der Vorstand.
Die „Goldene Ehrennadel“ des Deutschen Schützenbundes erhielt Schütze Helmut Ramke für seine 60-jährige Mitgliedschaft. Als neuen Kassenprüfer wählte die Versammlung Heiko Schröder-Hayen.
