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Offene Gartenpforte in der Wesermarsch Pure Entspannung im Rosenparadies

Jens Milde
Die historischen Rosen im Garten von Anne Allmers: Noch blühen sie nur vereinzelt. Aber das wird sich schon bald ändern.

Die historischen Rosen im Garten von Anne Allmers: Noch blühen sie nur vereinzelt. Aber das wird sich schon bald ändern.

Jens Milde

Nordenham - Die Explosion der Farben und Düfte steht kurz bevor: Für die meisten Rosen im Garten von Anne Allmers hat die Blütezeit noch nicht begonnen. Auf dem üppig bewachsenen Grundstück am Heetweg 46 in Atens sind zurzeit nur vereinzelte Farbtupfer zu sehen. Anne Allmers ist aber zuversichtlich, dass sie hier Mitte nächsten Monats eine wohlriechende Blütenpracht vom Allerfeinsten erleben kann. Und dieses Erlebnis möchte sie gerne mit anderen Gartenfreunden teilen. Einmal mehr beteiligt sich die Nordenhamerin an der Aktion „Offene Gartenpforte Wesermarsch“.

Erhabene Ruhe

Der Garten von Anne und Hinrich Allmers ist ein kleines Paradies, ein Fleckchen Erde, das den Besucher mit erhabener Ruhe umgarnt und mit einer Luft, die man förmlich schmecken kann. Anne Allmers hat Ende der 90er-Jahre begonnen, sich mehr mit ihrem Garten zu beschäftigen. „Die Kinder waren aus dem Haus, und ich hatte einfach mehr Zeit dafür.“ Die anfangs geometrischen Formen der Beete sind längst geschwungenen Linien gewichen. Anne Allmers hat noch ein Hochbeet, unter anderem für Zwiebeln und Bohnen, und ein Gewächshaus, in dem sie Tomaten und Gurken anbaut. Aber ansonsten prägen Zierpflanzen das Idyll am Heetweg, in erster Linie Rosen.

Anne Allmers hat vor allem die Liebe zu historischen Rosen entdeckt. In ihrem Garten finden sich 230 verschiedene Sorten. Für einige davon gibt es noch nicht einmal Namen. Sie sind unter irgendeiner Friedhofsmauer hervorgekrochen und finden partout kein Äquivalent in irgendeinem Rosenlexikon. Bei Anne Allmers bekommen diese Exemplare eigene Namen. Da gibt es beispielsweise die Elsflether oder die Warflether Fundrose.

Offene Gartenpforte Wesermarsch

12 Gartenbesitzer aus der Wesermarsch machen in diesem Jahr mit bei der Aktion Offene Gartenpforte.

10. und 11. Juni, 10 bis 18 Uhr: Anne und Hinrich Allmers, Nordenham, Heetweg 46, Tel. 04731/25082; Meike Ahlers, Elsfleth, Suezstraße 8, Ahlersmeike@web.de (zusätzlich geöffnet am 29. Mai, 10 bis 18 Uhr); Nur am 11. Juni: Ilse Voigt-Lüers und Werner Lüers, Elsfleth, Am Liener Deich 18, Tel. 04404/960267, ilse-voigtlueers@web.de; Sylke Wulff und Reinhold Schwarz, Butjadingen, Langewisk 9; Marion und Mario Wagner-Hansen, Butjadingen, Eckwarder Altendeich 21, Tel. 0177/3565375 und Tel. 04736/1039818, wagnerhansen@web.de (geöffnet vom 10. Juni bis 30. September täglich von 10 bis 20 Uhr).

17. und 18. Juni, 10 bis 18 Uhr: Christa und Fritz Bahlmann, Nordenham, Treuenfelder Weg 26 (Zufahrt nur über die Großensieler Straße), Tel. 04731/7244, cfbahlmann@googlemail.com; Monika und Werner Fuchs, Nordenham, St.-Willehad-Straße 26, Tel. 04731/6154, Physiofuchs@web.de; Annette und Harald Düser, Butjadingen, Zwickweg 1, Tel. 04735/810191, Tel. 0178/5520431, annette.dueser@gmx.de; Johanna Kühn, Dagmar Barten, Sigrid Canz, Stadland, Reitlander Straße 5, Tel. 04734/211, joha.kuehn@t-online.de; Christa und Hans Meinen, Jade, Hasenweg 6, Tel. 04455/266, hans.meinen@augusthausen.de.

24. und 25. Juni, 10 bis 18 Uhr: Heike Hannig-Bergmann und Klaus Bergmann, Stadland, Seefelder Moor 4; Reiner Blohm, Brake, Schlesier Straße 4, Tel. 04401/982204, reiner.blohm@online.de (dieser Garten öffnet nur am 25. Juni).

Die Nordenhamerin hat sich im Laufe der Jahre viel Wissen über historische Rosen angeeignet. Sie tauscht sich mir Rosenliebhabern in ganz Deutschland und darüber hinaus aus. Gelegentlich schicken sich die Rosenfreunde gegenseitig Schösslinge. Anne Allmers hat die Erfahrung gemacht, dass historische Rosen in der Regel sehr robust und pflegeleicht sind. Sie blühen nicht so lange wie die Rosen aus dem Garten- oder Baumarkt, dafür aber umso üppiger. Und sie verbreiten einen betörenden Duft. Tatsächlich lässt sich dieser Duft sogar konservieren. Es gibt Rosenblüten, aus denen die Hobbygärtnerin Gelee herstellt – ein Brotaufstrich aus dem eigenen Garten.

Intuitives Gärtnern

Zwischen den Rosen buhlen verschiedene Stauden um Aufmerksamkeit, Rittersporn zum Beispiel, jede Menge Glockenblumen sowie Zinnien und Mohn. Von architektonischer Akribie bei der Gartengestaltung hält die Nordenhamerin nicht viel. „Ich bin für intuitives Gärtnern“, sagt Anne Allmers. Diese Strategie geht ohne Frage auf.

Wer durch den Garten der Atenserin schlendert, kommt nicht umhin, die vielen Stunden Arbeit zusammenzurechnen, die in diesem wunderbaren Kleinod stecken. Anne Allmers zählt diese Stunden nicht, und zwar aus einem einfachen Grund: „Das ist keine Arbeit für mich, sondern pure Entspannung.“


Anne Allmers öffnet ihren Garten am Sonnabend und Sonntag, 10. und 11. Juni, für die Öffentlichkeit. Sie sammelt Spenden für den Kinderschutzbund und gibt dafür auch gerne Rosen ab. Viele Hobbygärtner, die sich an der Aktion Offene Gartenpforte beteiligen, sammeln Spenden für karitative Zwecke, zum Beispiel für die Lebenswerkstatt Oldenburg, den Brunnenbau in Afghanistan, den Tierschutz, Bildungsprojekte und für die Kinder- und Jugendarbeit in der Region.

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