Nordenham - Rehkitze vor dem Mähdrescher zu schützen – darum geht es bei einer Anschaffung des Hegerings Esenshamm/Abbehausen/Seefeld. Die Jäger wollen die Tiere mit Hilfe einer Drohne ausfindig machen. Unterstützung dafür gab’s jetzt von der Oldenburgischen Landesbank in Nordenham. Die OLB gab einen Zuschuss von 1000 Euro für die Anschaffung des Fluggeräts. Das Geld kommt aus dem Lotterie-Reinertrag des OLB-Glückssparens.

Für seinen Antrag auf Unterstützung musste Rolf Grabhorn nicht viel Überzeugungsarbeit leisten. Der Leiter der OLB-Filiale Nordenham, Sebastian Haarbauer, findet, dass das Geld gut angelegt ist. Die OLB-Mitarbeiterin Sylke Esche sieht das genauso. Sie kommt aus der Landwirtschaft, hilft selbst im Betrieb ihres Mannes in Esenshamm mit. „Es ist ein Albtraum für jeden Landwirt, bei der Mahd ein junges Reh zu töten“, sagt sie. Deshalb werde vorher immer die ganze Familie zusammengetrommelt. „Bevor der Mähdrescher loslegt, gehen alle gemeinsam durchs kniehohe Gras und halten nach den Jungtieren Ausschau.“

Nach den Worten von Sylke Esche sind die Landwirte verpflichtet, vor der Mahd die Weide abzusuchen. Diese Aufgabe übernehmen in der Regel die Jäger. In vielen Gebieten geschieht das bereits mit Hilfe von Drohnen. In diesem Jahr kommt das Fluggerät nun auch im Bereich des Hegerings Esenshamm/Abbehausen/Seefeld zum Einsatz.

Die Drohne ist mit einer Wärmebildkamera ausgestattet und kann Wildtiere auf diese Weise gut erkennen. 9000 Euro kostet das Gerät, das sich der Hegering Esenshamm/Seefeld/Abbehausen zugelegt hat. Vorsitzender Rolf Grabhorn freut sich über die Unterstützung durch die OLB. Und er freut sich, dass Rehkitze künftig noch effektiver vor dem Mähtod geschützt werden können.

Voraussichtlich vor der ersten Mahd im Mai kann die Drohne zum Einsatz kommen. Bis dahin müssen Mitglieder des Hegerings aber noch einen „Pilotenschein“ machen. Ohne diese Lizenz ist es den Jägern nicht erlaubt, mit der Drohne abzuheben. „Wir brauchen zehn Mitglieder, die diesen Schein machen“, sagt Rolf Grabhorn. Interessenten gebe es genug.