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Schafzucht Vollmond-Vierlinge nur noch zu dritt

Alexandra Semprich präsentiert  mit Knüdel das Lamm, das mit der Flasche aufgepäppelt worden ist.  Das Ostfriesischen Milchschaf Paulina (links) hatte wie berichtet Vierlinge zur Welt gebracht. Der Vater ist ein Zwartbless-Bock.

Alexandra Semprich präsentiert mit Knüdel das Lamm, das mit der Flasche aufgepäppelt worden ist. Das Ostfriesischen Milchschaf Paulina (links) hatte wie berichtet Vierlinge zur Welt gebracht. Der Vater ist ein Zwartbless-Bock.

Hans-Carl Bokelmann

Kuhlen/Ovelgönne/Ostfriesland/Wesermarsch - Die gute Nachricht gleich vorweg: Der Vollmond-Vierlingsmutter aus Kuhlen geht es gut. Das Ostfriesische Milchschaf Pauline ist wohlauf, auch wenn die Versorgung des Nachwuchses nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig ist.

Vier auf einen Streich

Rückblick: Pauline hatte nach der Vollmond-Nacht am 19. Januar auf dem Hof von Alexandra und Sven Semprich vier gesunde Lämmer zur Welt gebracht – eine absolute Seltenheit. „Das Kleinste des Wurfes hat es aber leider nicht geschafft. Es ist zwei Tage nach der Geburt gestorben“, sagt Sven Semprich im Gespräch mit unserer Redaktion.

Alexandra Semprich präsentiert den Nachwuchs Max des Ostfriesischen Milchschafes  Paulina. Der Vater ist ein Zwartbless-Bock.

Alexandra Semprich präsentiert den Nachwuchs Max des Ostfriesischen Milchschafes Paulina. Der Vater ist ein Zwartbless-Bock.

Ein Flaschenkind

Dennoch ist die Lage einen Mond später sehr erfreulich, auch wenn die Vierlinge jetzt nur noch zu dritt sind. „Max und Blacky sind echte Banausen, die ihr Gewicht in diesen vier Wochen mehr als verdoppelt haben. Knüdel konnten wir als Flaschenkind aber ebenfalls prächtig in Form bringen. Ich habe Knüdel zunächst alle zwei Stunden und dann alle vier Stunden die Flasche gegeben. Knüdel ist längst über dem Berg und inzwischen putzmunter“, sagt Alexandra Semprich, die sich freut, dass sie jetzt endlich wieder zumindest sechs Stunden am Tag durchschlafen kann. Bei der Flaschenfüllung kam übrigens auch Kondensmilch zum Einsatz.

Später erster Wurf

Das Züchterpaar aus Kuhlen hat anstrengende Wochen hinter sich. 39 Lämmer toben inzwischen durch den Stall und über den Vorhof. „Der erste Wurf kam am 13. Januar und seither geht es Schlag auf Schlag“, sagt Sven Semprich, der unter anderem ein Lamm, das unter das Mutterschaf geraten war und zu ersticken drohte, per Mund-zu-Mund-Beatmung retten konnte.

Erste Ausflüge

Einen kleinen Ausflug auf eine Wiese durften einige Lämmer schon unternehmen, aber nur unter Aufsicht. „Im Moment ist es noch ziemlich nass in der Wesermarsch. Ein Graben kann deshalb für die Lämmer schnell zu einer tödlichen Falle werden. Hier haben die jungen Schafe noch eine Menge zu lernen“, betonen Alexandra und Sven Semprich, die sich schon riesig auf das nahende Frühjahr freuen. „Nach der doch recht aufregenden Lammzeit soll es dann auch bei uns wieder ein bisschen ruhiger zugehen“, sagt das erfolgreiche Züchterpaar aus Kuhlen.

Hans-Carl Bokelmann
Hans-Carl Bokelmann Redaktion Brake, Redaktion Jade, Redaktion Ovelgönne
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