Ovelgönne/Jade - Die geburtenstarken Jahrgänge beenden in den kommenden Jahren das Erwerbsleben und freuen sich auf die Rente. Der geburtenreichste Jahrgang in Deutschland ist der Geburtsjahrgang 1964. Nur wenige Jahre später war es mit dem Geburtenreichtum in Deutschland allerdings vorbei. Der einsetzende „Pillenknick“ stellt die Gesellschaft inzwischen vor nicht unerhebliche Probleme.
Lücken prüfen
Was die Babyboomer vor dem Eintritt ins Rentenalter unbedingt beachten sollten, das erklärt uns Menno Burmann, Steuerberater und Beratungsstellenleiter der LHV-Steuerberatungsgesellschaft, Buchstelle Ovelgönne, die ihren Sitz im Grünen Zentrum in Ovelgönne hat.
Bevor man in die Rente eintritt, sollte man sich unbedingt Gedanken machen. Denn die Auswirkungen sind lebenslang, sagt Menno Burmann im Gespräch mit unserer Redaktion. Vorab seien auf jeden Fall die Erwerbsverläufe auf Lücken zu untersuchen und Ausbildungszeiten zu prüfen“, so der Experte.
Unbedingt klären sollte man vorab, wie sich ein Renteneintritt zeitlich nach vorne oder nach hinten auswirkt.
volle Besteuerung
Der Rentenfreibetrag werde zwar gesetzlich festgelegt, aber den Beginn des Renteneinstiegs könne man selbst steuern und damit auch den Rentenfreibetrag, der dann ein Leben lang gelte. Die Besteuerung der Rente ist in den vergangenen Jahren um jeweils 2 Prozentpunkte angehoben worden – von 50 Prozent im Jahr 2005 – und liegt im Jahr 2021 bei 81 Prozent. Jedes nun weitere Jahr wird die Besteuerung um einen Prozentpunkt angezogen und wird somit im Jahr 2040 bei 100 Prozent liegen, die Rente wird im Jahr 2040 also voll besteuert. Wenn man im Rentenalter etwas dazuverdienen will, dann sollte man auf jeden Fall die Freibeträge berücksichtigen, betont Menno Burmann.
