Ovelgönne - Überraschung in der Bundesliga der Korbballerinnen: Der Ovelgönner TV hat am Wochenende in Findorff das Wesermarsch-Derby gegen den OIdenbroker TV mit 7:6 gewonnen. Damit brachte er Oldenbrok die erste Saisonniederlage bei. Allerdings verlor der Aufsteiger gegen den FC Gessel-Leerßen mit 4:8. Ovelgönne geht als Tabellenvierter mit 7:5 Punkten in die Winterpause.
Die Oldenbrokerinnen hatten vor dem Derby den TuS Sudweyhe mit 6:3 besiegt. Sie überwintern punktgleich mit der SG Findorff Bremen mit 10:2 Zählern als Tabellenführer. „Wir sind mehr als zufrieden mit der bisherigen Saisonleistung“, sagt Oldenbroks Trainerin Yvonne Fehner. Das Team sei sich aber bewusst, dass es schwer werde, diese Leistung auch in der Rückrunde abzurufen. Die Winterpause wolle es nutzen, um sich konditionell zu verbessern.
Oldenbroker TV - TuS Sudweyhe 6:3. Es war die erwartete Partie auf Augenhöhe. Bei Sudweyhe stand die etatmäßige Korbfrau unterm Korb. Zu Beginn des Spiels konnte Oldenbrok die Lücken in der Abwehr des Gegners nicht nutzen. Erst in der 8. Minute brachte Birte Klostermann den OTV in Führung. In der Abwehr war Oldenbrok gewohnt stark. Zur Pause führte der OTV mit 3:2.
Auch in der zweiten Halbzeit überzeugten die Abwehrreihen und beide Korbfrauen. Indes: Die Würfe der Oldenbrokerinnen waren platzierter. Sie bauten den Vorsprung aus. „Ein überraschender Sieg gegen ein Team mit einer starken Korbfrau“, freute sich Trainerin Yvonne Fehner.
Oldenbrok: Marion Beyer (1), Rena Allmers, Laura Kikker (2), Salome Stickan, Merle Knutzen (1), Birte Klostermann (1), Julia Kikker (1).
Ovelgönner TV - FC Gessel-Leerßen 4:8. Die Ovelgönnerinnen fanden in der ersten Halbzeit nicht zu ihrem Rückraumspiel. Ferner entschärfte die Korbfrau des Tabellenvorletzten einige Distanzwürfe. Die Gesselerinnen nutzten die Lücken in der Abwehr des OTV. Sie führten zur Halbzeit 6:2.
In der zweiten Halbzeit zeigte die Ovelgönnerinnen eine bessere Abwehrleistung, in ihren Würfen fehlte ihnen das Selbstvertrauen. „Leider haben wir mit angezogener Handbremse gespielt und uns im Angriff nicht vehement durchgesetzt“, sagte Trainerin Katja Binsch. Im Rückspiel gelte es, das zu ändern.
Ovelgönne: Vanessa Höpken (1), Christine Addicks (2), Celina Grunemeyer (1), Jane Beckhusen, Ann-Kathrin Bischoff, Kea Decker, Lilly Recknagel.
Oldenbroker TV - Ovelgönner TV 6:7. Die Teams kennen sich aus gemeinsamen Trainingseinheiten in- und auswendig. Ovelgönne startete unbefangen. Celina Grunemeyer erzielte die Führung. „Danach entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte Ovelgönnes Trainerin Tanja Buse. Oldenbroks Trainerin Yvonne Fehner meinte, dass die Partie eines Derbys würdig gewesen sei. Oldenbrok setzte sich mit einer konsequenten Angriffsleistung ab und führte zur Halbzeit 6:3.
In der zweiten Hälfte zeigten beide Abwehrreihen mit den starken Korbfrauen Vanessa Höpken und Salome Stickan gute Leistungen. Nach dem kräftezehrenden Spiel gegen Sudweyhe ließ bei Oldenbrok die Konzentration nach. „Nach vorne ging nichts mehr“, sagte Fehner.
Mit Tempoangriffen und gutem Rückraumspiel glich Ovelgönne aus. In einer hektischen Schlussphase erzielte der Aufsteiger durch einen Viermeter den Siegtreffer. Am Ende habe man sich selbst geschlagen, meinte Yvonne Fehner. „Die Abwehr war stark. Aber wenn es vorne nicht läuft, haben wir Probleme, das Spiel mit Selbstvertrauen erfolgreich zu gestalten.“
Oldenbrok: Marion Beyer (2), Rena Allmers, Laura Kikker, Salome Stickan (1), Merle Knutzen (1), Birte Klostermann, Julia Kikker (1), Beke Allmers (1).
Ovelgönne: Vanessa Höpken, Christine Addicks (1), Celina Grunemeyer (2), Tessa Wefer (2), Ann-Kathrin Bischoff (1), Kea Decker (1), Lilly Recknagel.
