Ovelgönne/Oldenburg/Delmenhorst - Weitere Chefs der Ovelgönner Drogenplantage zu hohen Haftstrafen verurteilt: Das Oldenburger Landgericht verurteilte in einem weiteren Prozess um die riesige Drogenplantage in Ovelgönne einen 35-jährigen Mann aus den Niederlanden zu sechs Jahren und acht Monaten Gefängnis, einen 24-Jährigen zu fünf Jahren und acht Monaten.
Drei andere Chefs der lukrativen Drogenplantage aus Delmenhorst, Hamburg und den Niederlanden waren bereits in einem gesonderten Verfahren zu Gefängnisstrafen von bis zu sieben Jahren verurteilt worden.
Mann war untergetaucht
Den jetzigen Angeklagten, ebenfalls aus den Niederlanden, konnte erst jetzt der Prozess gemacht werden, weil sie untergetaucht waren und erst vor einigen Monaten von den Niederlanden ausgeliefert wurden.
Die Drogenplantage im Ovelgönner Ortsteil Altendorf, die sich in einem mehrgeschossigen Wohnhaus befand, war mit mehreren Tausend Marihuana-Pflanzen für zahlreiche Ernten ausgelegt gewesen. Tatsächlich schaffte die Bande aber nur zwei Ernten mit insgesamt 100 Kilogramm Marihuana. Die erste Ernte mit 50 Kilogramm Marihuana konnte der Delmenhorster Chef noch in großen Teilen in Delmenhorst verkaufen, die zweite Ernte kam schon nicht mehr in den Handel, weil da schon die Polizei zugeschlagen hatte.
Delmenhorster beteiligt
Die beiden jetzigen Angeklagten hatten zunächst in Oldenburg eine Drogenplantage betrieben, um dann zusammen mit den Chefs aus Delmenhorst, Hamburg und den Niederlanden in Ovelgönne zum ganz großen Schlag auszuholen. Doch daraus wurde nichts. Die Polizei hatte die Bande schon recht früh im Visier. Zunächst wurde die Ovelgönner Drogenplantage observiert, dann schlug die Polizei zu.
Nach einem Abkommen mit deutschen Behörden hatte die Niederlande die beiden jetzigen Angeklagten nach Deutschland ausgeliefert, sie sollen aber zurück und ihre Strafe in den Niederlanden verbüßen.
