Ovelgönne/Kiew - Spontane Aktion in Krisenzeiten, riesiger Erfolg für alle Aktiven und ihre Unterstützer: Die Grundschule Ovelgönne kann nach dem Sponsorenlauf für die Ukraine Nachrichten verkünden, die so wohl niemand erwartet haben dürfte. Rückblick: Wegen des Ukraine-Krieges, der inzwischen schon fast fünf Wochen tobt, hatten sich die Lehrenden, der Förderverein und die Schüler eine ganz besondere Aktion ausgedacht.
Unterstützer
Es wurde ein Friedenslauf rund um die Schule im Burgdorf organisiert. Im Vorfeld hatten die Jungen und Mädchen Sponsoren – Eltern, Verwandte, Freunde, Nachbarn, Bekannte – gesucht. Am Aktionstag vor einer Woche galt es nun darum, möglichst viele Runden auf dem Rundkurs um das Schulgebäude zu laufen.
1418 Runden
Den überwältigen Erfolg des Friedenslaufs teilte die Ovelgönner Schulleiterin Heimke Lübken jetzt unserer Redaktion mit: „Es ist die überwältigende Summe von 10 000 Euro zusammengekommen.“ Zu den Fakten: Es wurde alles genau auf den Laufzetteln der Schülerinnen und Schüler notiert. Gemeinsam wurden 1418 Runden à 500 m gelaufen.
709 Kilometer
Das ergibt eine Gesamtstrecke von 709 Kilometern. Das entspricht aneinandergereiht die Entfernung von Ovelgönne bis nahe München. Jedes Kind lief im Durchschnitt 8 Kilometer. Die Spitzenläuferin wurde Zoe Lucka aus der Klasse 4 mit 26 Runden (13 km). Arjen Vagt lief zu Hause in Quarantäne, gemeinsam mit dem Hund 15 Runden à 750 m (11,25 km). Das gefiel dem Hund nicht, der bereits nach einer Runde aufgab. Für solche Topleistungen gab es für alle Kinder ein Eis, das der Förderverein spendierte.
Extra-Motivation
Die Schulleiterin: „Manche Eltern, die zum Anfeuern oder zur Unterstützung dabei waren, liefen kurzentschlossen ebenfalls die eine oder andere Runde mit und sorgten für eine Extra-Portion Motivation. Insgesamt beläuft sich die Spendensumme auf rund 10 000 Euro, davon gehen 80 Prozent an das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen „Aktion Deutschland hilft“, 20 Prozent verbleiben beim Förderverein Grundschule Ovelgönne für die in Ovelgönne ankommenden ukrainischen Kinder.“
