Phiesewarden - Für das Grundstück mitten in Phiesewarden besteht zwar schon seit 1982 ein rechtskräftiger Bebauungsplan, aber bislang hat kein Investor diese Chance genutzt. Das soll sich jetzt ändern: Der neue Eigentümer der rückwärtigen Fläche an der Burgstraße 30 will dort ein modernes Wohnprojekt verwirklichen. Vorgesehen ist die Errichtung von 14 bis 16 Wohneinheiten in eingeschossigen Ein- und Mehrfamilienhäusern. Das Besondere an dem Konzept sind die energetische und damit klimafreundliche Bauweise sowie die Schaffung von Gemeinschaftsanlagen für die Eigentümer, die an der Planung von Beginn an beteiligt werden sollen.
Informationsabend
Bei dem Eigentümer und Investor handelt es sich um Ferhat Atalan aus Bremerhaven. Er will die Neubauten in Vorleistung errichten und benötigt daher frühzeitige Signale, ob ein ausreichendes Interesse vorhanden ist. Daher lädt er gemeinsam mit dem Oldenburger Architekten Frank Funke für Donnerstag, 28. Oktober, zu einem Informationsabend ein. Bei der Veranstaltung, die um 18 Uhr im Weserschlösschen in Blexen beginnt, werden die bisherigen Ideen und Planungsentwürfe vorgestellt. Anwesend ist auch der Stadtplaner Tim Lorenz, der als Vertreter der Stadt Nordenham zu planungsrechtlichen Fragen Stellung nimmt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Das Areal an der Burgstraße erstreckt sich über etwa 4700 Quadratmeter. Über eine Erschließungsstraße soll die Anbindung an die Burgstraße erfolgen. Nach derzeitigem Stand ist der Bau von sieben Häusern mit Wohnflächen zwischen 50 und 165 Quadratmetern beabsichtigt. Sie verteilen sich auf drei Einfamilienhäuser, drei Gebäude mit jeweils drei Wohneinheiten und ein Komplex mit vier Wohnungen.
Mit Ladestationen
Als besonders wichtiges Merkmal des Projekts führen die Planer die in mehreren Punkten vorgesehene Einbeziehung von Umwelt- und Klimaschutzbelangen an. Dazu gehören unter anderem eine energetische Bauweise, der Erhalt möglichst großer unversiegelter Grünflächenbereiche sowie die Installation von Elektro-Ladestationen für Autos und Fahrräder. Zudem ist geplant, auf den Freiflächen Bäume anzupflanzen. Um die Verkehrsbelastung möglichst gering zu halten, soll ein Sammelparkplatz mit Carports entstehen. Stellplätze oder Garagen direkt an den Wohnhäusern sind nicht geplant. Zur Verkehrsberuhigung soll auch die Ausweisung der Erschließungsstraße als Spielstraße beitragen.
