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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Nationalparkhaus: 110 000 Euro für Museum ohne Barrieren

11.12.2015

Fedderwardersiel Uta Meiners sprach von „Erpressung“. Sie sei „schockiert“, wetterte die FDP-Ratsfrau an die Adresse der zahlreichen Vertreter des Nationalparkhauses Museum Fedderwardersiel, die als Gäste die jüngste Sitzung des Finanzausschusses des Gemeinderats verfolgten.

Stein des Anstoßes: ein Brief, den Dr. Marlene Laturnus an die Mitglieder des Gemeinderates geschrieben hatte. Die Vorsitzende des Förderkreises Museum Butjadingen äußert in dem Schreiben ihr Bedauern darüber, „dass ein Teil des Gemeinderates unseren Erneuerungsplänen und der Schaffung von barrierefreiem Zugang ablehnend gegenübersteht“. Sie bezog sich damit auf eine Sitzung des Bauausschusses, der am 17. November einen Beschluss über die Bereitstellung von 110 000 Euro für das Museum vertagt hatte.

„Zukunft gefährdet“

Das Nationalparkhaus möchte, wie berichtet, nicht nur seine Ausstellung erneuern, sondern durch den Einbau eines Fahrstuhls und die Umgestaltung des Eingangsbereichs auch Barrierefreiheit herstellen. Dafür sind die 110 000 Euro von der Gemeinde erforderlich. Für die Erneuerung der Ausstellung seien rund 700 000 Euro veranschlagt. Marlene Laturnus betonte, dass der Trägerverein diese Summe ohne Hilfe der Gemeinde durch Fördermittel aufbringen wolle, von denen ein Teil auch bereits bewilligt sei. Für weitere Fördergelder sowie auch für den Zuschuss des Landes Niedersachsen an das Nationalparkaus sei aber Barrierefreiheit ein wichtiges Kriterium. Und wenn diese nicht hergestellt werde, dann seien die Fördermittel – und damit die Zukunft des gesamten Museums – gefährdet.

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Chance auf Leader-Mittel

Eben diese Aussagen wertete Uta Meiners als Erpressung. Der Rat sei im Begriff, einen defizitären Haushalt zu verabschieden, es gelte Prioritäten zu setzen. Trotz gestiegener Übernachtungszahlen seien die Besucherzahlen des Museums rückläufig. Und Experten hätten ihr gesagt, dass die Zahlen entgegen der Prognose des Nationalparkhauses auch nicht deutlich steigen würden, so Uta Meiners.

Jürgen Sprickerhof (Grüne) wie auch Martina Geberzahn (SPD) betonten, dass für sie Barrierefreiheit eine Selbstverständlichkeit sei. Bürgermeisterin Ina Korter zeigte sich guter Hoffnung, dass 50 Prozent der Summe aus Leader-Fördermitteln einegeworben werden können, die Gemeinde also nur 55 000 Euro zahlen müsste.

Einen Antrag von Torben Heinen (FDP), das gemeindeeigene Museumsgebäude an die Kur und Touristik zu übertragen, lehnte der Ausschuss ab. Dafür beschloss er mehrheitlich die 110 000 Euro im Haushalt 2016 zur Verfügung zu stellen. Zustimmen muss jetzt noch der Rat.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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