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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

710 Nordenhamer haben türkischen Pass

20.10.2010

NORDENHAM Die Zahl der Nordenhamer mit türkischem Pass ist bei weitem nicht so hoch wie viele glauben: Exakt 710 Einwohner sind türkischer Nationalität. Damit machen die Türken etwa 2,6 Prozent der 26 850 Einwohner aus.

Rund 5,7 Prozent der Nordenhamer sind im Rathaus als Ausländer gemeldet: 1524. In dieser Zahl sind die 25 Ausländer mit zweitem Wohnsitz – darunter 10 Türken – nicht enthalten. Ähnlich wie bei der Gesamtbevölkerung sind auch bei den Ausländern die Frauen in der Mehrzahl: Mitte September zählte die Einwohnermeldestelle 766 Männer und 783 Frauen.

88 Türken eingebürgert

Unter den Ausländern  stellen die Türken mit 47 Prozent die größte Gruppe. Ihre Zahl nimmt aus verschiedenen Gründen ab. Ein Grund ist die Einbürgerung. Seit der Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes im August 2007 haben 88 türkischstämmige Nordenhamer die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen, teilt der Fachdienst für Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung mit. Dafür mussten sie Sprachkenntnisse auf einem relativ hohen Niveau nachweisen und einen Einbürgerungstest bestehen. Von 33 Fragen, bei denen es im Wesentlichen um die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland geht, mussten sie wenigstens 17 richtig beantworten.

Ein anderer Grund für die sinkende Zahl türkischer Mitbürger liegt ebenfalls am Staatsbürgerschaftsrecht, wie Kerstin Spielhagen von der Einwohnermeldestelle des Rathauses erklärt: Wenn in Nordenham wohnende Türken, die seit wenigstens acht Jahren rechtmäßig in Deutschland leben, ein Kind bekommen, ist es per Gesetz sowohl deutscher als auch türkischer Staatsbürger und wird in der Statistik des Einwohnermeldeamtes nicht als Ausländer geführt. Diese Regelung gilt selbstverständlich auch für alle anderen Ausländer.

Die zweitstärkste Gruppe stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien: 146 Einwohner gehören ihr an. Auf den weiteren Plätzen folgen 105 Polen, 86 Bürger der ehemaligen Sowjetunion außer den drei baltischen Ländern, 52 Niederländer und 30 Iraker.

Aus dem EU-Ausland haben sich insgesamt 312 Bürger mit erstem Wohnsitz in der Unterweserstadt gemeldet. Neben den Polen und Niederländern sind dies unter anderem 23 Briten, 19 Litauer, 17 Rumänen, jeweils 15 Österreicher, Griechen und Bulgaren, jeweils 12 Italiener und Tschechen sowie 8 Spanier und 5 Portugiesen.

17 kommen aus Afrika

1257 Ausländer mit erstem Wohnsitz in Nordenham kommen aus Europa einschließlich der Türkei, 192 aus Asien, 23 aus Amerika und 17 aus Afrika. 35 Ausländer sind staatenlos oder ihre Herkunft ist ungeklärt.

Seit August 2007 sind exakt 144 Ausländer in Nordenham eingebürgert worden, sagt der Fachdienst Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung. Neben den 88 Türken waren als einzige weitere größere Gruppen 12 Libanesen und 7 Russen dabei.

Wie Rudolf Müller, der Leiter des Ordnungsamtes der Stadtverwaltung auf Anfrage der NWZ  ergänzt, waren am 1. Oktober 83 Asylbewerber und De-Facto-Flüchtlinge mit Bleiberecht in Nordenham gemeldet: 22 sind aus der Türkei, 16 aus dem ehemaligen Jugoslawien, 14 aus dem Irak und 12 aus Syrien. An diesen Zahlen hat es in den vergangenen Jahren keine wesentlichen Änderungen gegeben, sagt Müller.

Anfang der 90er Jahre waren es noch mehr als 400 Asylbewerber in Nordenham gewesen.

Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2203

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