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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Rückbau: Aktion Z schließt weitere Klage nicht aus

25.09.2015

Rodenkirchen Die Atomgegner von der Aktion Z stellen sich darauf ein, dass sie gegen die Genehmigung für den Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) klagen müssen. Das gleiche gilt für die Errichtung des geplanten Zwischenlagers am Kraftwerk für die schwachradioaktiven Abfälle aus dem Rückbau.

Das hat die öffentliche Sitzung der Aktion Z am Mittwochabend in der Gaststätte Friesenheim gezeigt. Z ist die Abkürzung für das bereits bestehende Zwischenlager für abgebrannte Brennstäbe, gegen das die Aktion klagt.

Die Zeit drängt

„Jetzt wird‘s ernst, auch für uns“, sagte der Vorsitzende Jürgen Janssen. Denn wie berichtet liegen die Unterlagen für beide Vorhaben vom 1. Oktober bis zum 30. November öffentlich aus. Und die Zeit drängt: Wie Dierk Dettmers sagte, dürfen Einwendungen nur bis zum 30. November eingereicht werden.

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So will die Aktion Z nicht hinnehmen, dass Eon schon mit dem Rückbau beginnt, obwohl noch nicht alle Brennelemente das Kraftwerk verlassen haben. Elke Kuik-Janssen betonte, dass die Aktion den Rückbau wolle, aber eben unter sicheren Bedingungen. Eon solle froh sein, dass die Aktion Z dazu beitrage, das Verfahren gerichtsfest zu machen, indem sie auf die Schwachpunkte hinweise.

Einen wichtigen Schwachpunkt sehen die Mitglieder in der Freimessung des Abbruchmaterials. Ein von Eon beauftragtes Unternehmen werde die radioaktive Belastung des Schutts messen und alles, was unter dem Grenzwert von 10 Mikrosievert liege, für eine herkömmliche Deponierung freigeben, erläuterte Hans-Otto Meyer-Ott, wie Jürgen Janssen Mitglied der Grünen-Kreistagsfraktion.

Eine dafür mehr als ausreichende Bauschutt-Deponie werde derzeit in Driftsethe bei Hagen (Kreis Cuxhaven) geplant, hieß es.

Nur etwa 3400 Tonnen müssten dann im Zwischenlager deponiert werden. Die Maßeinheit Sievert dient zur Bestimmung der Strahlenbelastung biologischer Organismen. Meyer-Ott sagte, Stand der Technik sei 2 Mikrosievert. Wie stark die Anwendung dieses Werts die Menge an Schutt erhöhen würde, die nicht freigemessen werden kann, konnte er nicht sagen.

Physiker beauftragt

Möglicherweise kann das Wolfgang Neumann abschätzen. Der Physiker aus Hannover will die Aktion Z beim Thema Rückbau begleiten. Der Bauantrag für das Zwischenlager Luna wird ehrenamtlich abgearbeitet. Neumann will seine Position auch beim Anfang 2016 in der Markthalle erwarteten Erörterungstermin vertreten.

Die Aktiven glauben nach jüngeren Erfahrungen mit dem Umweltministerium in Hannover aber nicht, dass sie mit ihren Einwendungen durchkommen. Deshalb vermuten sie, dass sie eine Klage einreichen müssen.

Für die beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg anhängige Klage gegen die Betriebsgenehmigung für das bestehende Zwischenlager zeigte sich Jürgen Janssen pessimistisch. Der nach dem Erfolg der Klage gegen das Brunsbütteler Zwischenlager vor dem OVG Schleswig aufgekommene Optimismus sei verflogen. Das Urteil lasse auf sich warten, weil sich die Politik kein weiteres illegales Zwischenlager leisten könne. Da sei auch vom grünen Landesumweltminister Stefan Wenzel nicht mehr zu erwarten.

Neben den fachlich begründeten Einwendungen will die Aktion Z zusätzlich Sammeleinwendungen einreichen. Möglichst viele Bürger sollen durch ihre Unterschrift auf einem vorformulierten DIN-A4-Blatt ihre Ablehnung deutlich machen. Dass 17 000 solcher Unterschriften zusammenkommen wie damals gegen das Zwischenlager, glaubte aber niemand in der etwa zehnköpfigen Runde.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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