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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Kommunalpolitik: Als linker Grüner wieder am Ball

16.12.2011

NORDENHAM Nach vielen Jahren zu zweit mit Thomas Bartsch in der Stadtratsfraktion der Alternativen Nordenhamer Liste (ANL) und dann alleine als einziger Grünen-Ratsherr bis zu seinem Ausscheiden aus privaten Gründen im Jahre 2004 fällt Hajo Janßen heute die politische Arbeit in der neuen vierköpfigen Grünen-Fraktion nicht leicht: „Zu Viert auf einen Nenner zu kommen – das muss noch geübt werden, zumal unseren Ratsneulingen die Erfahrung fehlt.“

Getrennte Wege

Die Wege von Hajo Janßen und Thomas Bartsch haben sich inzwischen getrennt. Thomas Bartsch, der mit Hajo Janßen von 1991 bis 2001 mit einer Unterbrechung von zwei Jahren die zweiköpfige ANL-Fraktion gebildet hat, gehört inzwischen der Linkspartei an. Bartsch und seine Lebensgefährtin Astrid Ammermann haben bei der Wahl im September als erstmals angetretene Linkspartei-Kandidaten den Sprung in den Stadtrat geschafft. Hajo Janßen schaffte es nach sieben Jahren Pause über die Grünen-Liste.

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2001 hätte Hajo Janßen gerne nochmal als ANL-Mitglied kandidiert, aber Thomas Bartsch und die anderen ANL-Aktiven bevorzugten die Grünen. Hajo Janßen ist damals – ohne Grünen-Parteibuch – als einziger Grünen-Kandidat gewählt worden.

Seine politische Grundhaltung beschreibt der 56-Jährige so: „Ich sehe mich nach wie vor als linker Grüner.“ Hajo Janßen kommt aus der Gewerkschaftsbewegung, ist seit 1987 Betriebsratsmitglied bei den Norddeutschen Seekabelwerken (NSW) und seit Mai 2010 (ebenso wie Betriebsratsvorsitzende Franka Helmerichs) freigestelltes Betriebsratsmitglied.

Hajo Janßen ist in der Gemeinde Butjadingen, genauer in Niens, als Sohn eines Landarbeiters geboren worden. Nach dem Abschluss der Volksschule in Abbehausen absolvierte er eine Lehre bei NSW zum Elektroinstallateur. Seit 1977 lebt der Butjenter in Nordenham. Die Stadt gehöre zur Halbinsel Butjadingen. Er habe aber auch nichts dagegen, als Zugereister bezeichnet zu werden, zumal dieser Ausspruch von Alt-Bürgermeister Ulrich Münzberg zutreffe: „Ein typischer Nordenhamer ist ein Zugereister.“

Hajo Janßen lebt gerne hier, bedauert allerdings das Kneipensterben. Zwei bis dreimal die Woche besucht er zwei Lokale, um mit Mitbürgern über Gott und die Welt zu reden. Ehrenamtlich arbeitet er in der Selbstverwaltung einer Krankenkasse mit. Er ist ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Oldenburg, geht gerne Schwimmen, fährt Rad und mag auch 50 oder 60 Kilometer lange Touren.

Der geschiedene Vater einer 36 Jahre alten Tochter und Großvater eines bald vier Jahre alten Enkelkindes verfolgt aufmerksam die Entwicklung der Stadt, hält Ohren offen und liest intensiv Zeitung. Schmunzelnd sagt er: „Als Alleinstehender habe ich auch genügend Zeit dafür.“ Mit einem bedauernden Lächeln fügt er humorvoll hinzu: „51 Prozent der Nordenhamer sind weiblich, viele davon Frauen – und ich kenne immer noch eine zu wenig.“

Im Rat will er für eine Energiewende vor Ort eintreten. Energetische Sanierungen städtischer Gebäude müssten vorangetrieben werden. Ein Verkehrslenkungskonzept und mehr öffentlicher Personennahverkehr seien nötig.

Familienauskommen

Seiner Ansicht nach muss nicht nur die Zahl der Arbeitsplätze stimmen. Die Arbeit muss auch ausreichend bezahlt werden – damit Familien davon leben können.

Bei der Wahl in fünf Jahren will Hajo Janßen nicht erneut antreten. Das Ergebnis der Stadtratswahl im September habe gezeigt, dass vor allem junge Kandidaten gefragt seien. „Ich bin ja nur über die Liste in den Rat gekommen.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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