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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Kommunalpolitik: Alter Hase will’s noch mal wissen

15.10.2016

Stollhamm Chronische Besserwisser haben bei ihm keine guten Karten. Wer ihm jedoch mit sachlichen Argumenten kommt, der wird bei Jochen Kiebitz stets ein offenes Ohr finden. Der 66-jährige Stollhammer zieht für die FDP neu in den Butjadinger Gemeinderat ein. Ein Neuling ist er indes keinesfalls, sondern in Sachen Kommunalpolitik ein alter Hase. Bereits in den Jahren von 1986 bis 2002 gehörte Jochen Kiebitz dem Gemeinderat an, war zuletzt sogar dessen Vorsitzender. Nun will er es noch einmal wissen.

Jochen Kiebitz erblickte im Jahr 1949 in Eckwarden das Licht der Welt, ist also ein gebürtiger Butjenter. Mit seiner Frau Annelore wohnt er inzwischen seit vielen Jahren am Burgeck in Stollhamm, während Sohn John mit seiner Familie in Honduras lebt. „Die Enkel kommen uns regelmäßig besuchen“, freut sich Jochen Kiebitz.

Aus dem Gemeinderat, in dem er seinerzeit für die CDU saß, hatte sich der heute 66-Jährige vor allem aus beruflichen Gründen verabschiedet. Sein Job bei ATB in Nordenham forderte ihn. Der studierte Elektrotechniker, der bei dem Unternehmen zuletzt als Prokurist und Vertriebsleiter tätig war, ist der Meinung, dass man sich ganz auf eine Sache konzentrieren muss, wenn man sie richtig machen will. Und dabei hatte für ihn die Arbeit erste Priorität.

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Seit März ist Jochen Kiebitz nun im Ruhestand. Und weil ihm die Ratsarbeit damals viel Spaß gemacht hatte und er gerne dabei mithelfen möchte, die Gemeinde voranzubringen, entschied sich der Stollhammer, die viele freie Zeit, die er nun hat, nicht nur für Reisen und Haus und Garten zu nutzen, sondern wieder für den Gemeinderat zu kandidieren. Die FDP hatte – besonders in Gestalt von Helmut Siefken – am intensivsten um ihn geworben. Und so stieß Jochen Kiebitz zu den Liberalen. Mit dem Einzug in den Kreistag hat es trotz respektabler 698 Stimmen nicht geklappt. Bei der Gemeinderatswahl holte er dafür mit 369 Stimmen das sechstbeste Ergebnis aller Bewerber.

Jochen Kiebitz findet es wichtig, dass die Ratsmitglieder darauf hören, was die Bürger wollen. „Die Parteien müssen auf Bürger zugehen und nicht umgekehrt“, lautet sein Credo. Dass er Kontroversen nicht scheut, hatte der Stollhammer schon Anfang der 90er Jahre beweisen, als er sich als junger Ratsherr gegen die Altvorderen mit der Forderung durchsetzte, für die Butjenter freien Eintritt zu den Strandbädern einzuführen.

Wichtige Themen sind für Jochen Kiebitz die Sanierung der Wirtschaftswege, bei der er das Land und die EU in der Pflicht sieht, der Ausbau der Radwege außerhalb geschlossener Ortschaften sowie die Sanierung der Grundschule und ein flächendeckendes Internet und Mobilfunknetz auf dem neuesten Stand der Technik. Kunst und Kultur bezeichnet Jochen Kiebitz als „wichtige Standortfaktoren“. Das gleiche gilt für die Schulen und die Einrichtungen zur Kinderbetreuung.

Und am Herzen liegt dem Mann, der in seiner Zeit als Ratsherr auch dem Aufsichtsrat der Kurgesellschaft vorstand, natürlich weiterhin der Tourismus. „Da hat Butjadingen sich toll entwickelt“, sagt Jochen Kiebitz. Amtierender Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Jürgen Sprickerhof von den Grünen. Doch der hat angekündigt, nach dem bescheidenen Wahlergebnis seiner Partei für den Posten nicht länger zur Verfügung zu stehen. Ein Job wie gemacht für Jochen Kiebitz? Der 66-Jährige grinst – und antwortet: „Ich werde mich nicht darum reißen.“

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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