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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Arbeiterwohlfahrt muss Ersatz schaffen

15.09.2020
Betrifft: Schließung des Awo-Pflegeheims am Ilseplatz

(...) Spätestens nach dem empathielosen und arroganten Auftritt des Awo-Bezirksvorsitzenden Herrn Groth muss jedem klar geworden sein: Das Seniorenzentrum wird geschlossen! Am 1. September wurde es geschlossen, da alle Bewohner ausgezogen sind. Ich kann mir vorstellen, dass sich eine gewisse Herrenriege auf die Schultern geklopft hat, weil es weit vor Jahresende geschlossen werden konnte. Dieses wie auch die gesamte Kommunikation des Awo-Bezirksverbandes Weser-Ems hatte einen ganz schlechten Stil. Die Verkündung der Schließung erfolgte, bevor die Awo die von ihnen selbst angebotenen Gespräche geführt hatte.

Bis heute gibt es aus unterschiedlichen Richtungen heftige, berechtigte Kritik am Verhalten der Arbeiterwohlfahrt. Sei es vom Senioren- und Behindertenbeirat, aus der Politik oder auch durch Leserbriefe. Die Awo kann nicht mal so eben 25 Plätze auf Dauer hier in Nordenham vernichten, ohne dafür Ersatz zu schaffen! Dazu muss man sie verpflichten.

Es reicht nicht aus, in der Presse verlauten zu lassen, dass es Überlegungen gibt, das Seniorenheim am Carl-Zeiss-Weg mittelfristig zu erweitern. Denn das ist nur ein schwammiger Zeitraum. Des weiteren erwarten wir klare Aussagen, was mit der Immobilie am Ilseplatz geschehen soll. Wir werden das weitere Vorgehen sehr kritisch und mit einem gewissen Misstrauen beobachten.

Nebenbei bemerkt, hätte ich insgeheim gehofft, dass die Awo sich öffentlich entschuldigt für die Art und Weise, wie die Schließung abgelaufen ist. Denn das war ein ganz schlechter Stil und schreit zum Himmel.

Klaus Krähemker Nordenham

*  Nachdem die Einrichtung geschlossen wurde, die Bewohner in anderen Einrichtungen untergekommen sind, meldet sich die Kreistagsfraktion der SPD zu Wort. Die SPD sieht den Bezirksverband der Awo in der Pflicht, die Pflegeplätze durch eine zeitnahe Erweiterung der Einrichtung Carl- Zeiss-Weg zu ersetzen. Weiter wird gefordert, dass die Einrichtung am Ilseplatz an einen verlässlichen Partner abgegeben wird. Auch wird der rigorose Umgang der Awo mit den Bewohnern und deren Angehörigen bemängelt.

Nun frage ich mich, warum kommt die SPD erst jetzt zu dieser Einsicht? Seit Anfang August ist die Schließung im Gespräch (...). Auch hier sollte die Frage nach dem Warum gestellt werden. Awo-Vorstand und Geschäftsleitung sind Genossen der SPD. Sprechen die Genossen nicht mehr miteinander oder führt man uns an der Nase herum?

Allein die Aussage, die Awo wird aufgefordert die Einrichtung an einen verlässlichen Partner weiterzugeben, zeigt den Zustand der Genossen unter sich. Enden möchte ich mit einem Zitat aus dem Neuen Testament: An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.

Ralph Fischer Nordenham

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