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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Friedeburg: Kulturdampfer auf Kurs bringen

30.05.2018

Atens Der blaue Sommerhimmel über der Friedeburg täuscht über die Probleme hinweg. Düstere Wolken passen besser zum tatsächlichen Zustand der Stadthalle, die unter einem riesigen Sanierungsstau und sinkenden Zuschauerzahlen leidet. Die Stadt Nordenham steht jetzt vor der schwierigen Frage, wo sie den Hebel ansetzen soll, um den leckgeschlagenen Kulturdampfer wieder auf Kurs zu bringen. Dabei geht es nicht nur um die Kosten für diverse Modernisierungsmaßnahmen, sondern auch um die Veranstaltungsangebote und die konzeptionelle Ausrichtung. Eine Entscheidungsgrundlage soll eine Potenzialanalyse liefern, mit deren Erstellung die Stadt eine externe Fachkraft beauftragen will.

Pflichtenheft

In seiner jüngsten Sitzung hat der Stadtratsausschuss für Sport, Freizeit und Kultur die nächsten Schritte beschlossen. Das Gremium einigte sich darauf, dass die Ratsfraktionen vier Wochen Zeit bekommen, um Fragen und Anregungen für das sogenannte Pflichtenheft einzubringen. Dabei handelt es sich um die von der Stadt vorgegebene Aufgabenliste, die der Gutachter bei der Bewertung der Friedeburg zu berücksichtigen hat. Von der SPD und der FDP liegt eine Aufstellung mit Fragen und Wünschen bereits vor. Diese beiden Fraktionen fordern von dem Fachbüro unter anderem Aussagen zu den Veranstaltungsformaten, zu der technischen Ausstattung der Bühne, zur Notwendigkeit von Sanierungsvorhaben, zur Trägerschaft und zur Vermarktung.

Nach Ablauf der vier Wochen fasst die Stadtverwaltung die Punkte zusammen und legt in einer weiteren Sitzung des Fachausschusses einen Entwurf für das Pflichtenheft vor.

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Der zuständige Amtsleiter Jens Freese hatte zunächst angeregt, zu diesem Thema eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Rat und Verwaltung einzuberufen. Aber dafür fand sich keine Mehrheit im Ausschuss.

Der Grünen-Ratsherr Ahmet Akdogan hatte zudem grundsätzliche Bedenken, dass die Stadt „für viel Geld einen Experten von außen holt“. Seinen Vorschlag, die Stadtverwaltung solle selbst die Potenzialanalyse ausarbeiten, wies Amtsleiter Jens Freese jedoch zurück. „Wir können das zeitlich nicht leisten“, sagte er, „außerdem ist die Außensicht manchmal auch besser als die Innensicht.“

Zu klären ist noch, ob der Gutachter sich ausschließlich auf die Friedeburg als Kulturstätte konzentrieren, oder ob er ebenso ihre Nutzungsmöglichkeiten für andere Veranstaltungen wie Seminare, Tagungen und private Feiern untersuchen soll. Zudem regt die Verwaltung an, die Jahnhalle mit in die Potenzialanalyse aufzunehmen, um auch deren Stärken, Schwächen und Entwicklungschancen von einem Fachmann beurteilen zu lassen.

Klimaanlage fehlt

Im August 2017 hatte der Saalmanager der Friedeburg, Helmut Dietrich, den Sanierungsaufwand für die Stadthalle mit rund 900 000 Euro beziffert. Die Mängelliste reicht von der veralteten Heizungsanlage über defekte Seilzüge und unzureichende Brandschutzeinrichtungen bis hin zum verschlissenen Parkett.

Als weiteres Problem tritt jetzt in der warmen Jahreszeit das Fehlen einer Klimaanlage auf. Die Friedeburg verfügt lediglich über eine Lüftung, die ausgerechnet an der abends aufgewärmten Westfassade die Frischluft zieht. Welchen Folgen das haben kann, bekamen am Wochenende die Gäste einer Hochzeit zu spüren, die im Saal bei rund 30 Grad schwitzen mussten.

Im Doppelhaushalt 2018/2019 sind 220 000 Euro für Sanierungsmaßnahmen in der Friedeburg eingeplant. Davon sind 80 000 Euro für eine neue Heizung und 40 000 Euro für einen Feuerschutzvorhang bereits reserviert. Über die Vergabe der restlichen Mittel muss der Rat noch entscheiden.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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