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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Pavillon-Ersatz eine Frage des Geldes

16.07.2019

Atens Der erste Kuss, die heimlich gerauchte Zigarette: Mit dem Pavillon im Friedeburg-Park verbindet so mancher Nordenhamer eine besondere Erinnerung. An dem Teich in der Atenser Grünanlage hatte der Unterstand seit Jahrzehnten seinen Stammplatz. Damit war es vorbei, als im Juni ein schwerer Sturm über den Park zog und einen großen Baum umriss, der auf das Pavillondach krachte und von der Holzkonstruktion nicht viel übrig ließ. Der Bauhof der Stadt Nordenham diagnostizierte einen Totalschaden; Reparatur unmöglich. Mittlerweile sind die Überreste abgeräumt. Nur noch die kreisrunde Fläche aus groben Pflastersteinen zeugt davon, dass an der Stelle einmal eine Laube gestanden hat. Ob dort ein neuer Pavillon errichtet wird, ist eine Frage des Geldes.

Keine Mittel im Haushalt

Grundsätzlich hat die Stadt Nordenham durchaus den Willen, in ein Nachfolgemodell zu investieren: „Selbstverständlich soll der Pavillon wieder aufgebaut werden“,. betont Jörg Patzke, Leiter des Amtes für Personal und Organisation, in einer am Montag verbreiteten Pressemitteilung. Allerdings bereitet die Finanzierung viel Kopfzerbrechen. Weil niemand im Rathaus den sturmbedingten Verlust des Bauwerks erahnen konnte, ist logischerweise kein Geld für eine Ersatzbeschaffung im Haushalt eingeplant.

Laut Jörg Patzke geht es dabei um etwa 15 000 Euro. Da die klamme Stadt Nordenham eine solche Summe nicht einfach aus dem Ärmel schütteln kann, prüft die Verwaltung jetzt, ob sich an anderen Haushaltspositionen etwas abknapsen lässt. Denkbar ist nach Angaben des Amtsleiters auch, dass sich ungeahnte Geldquellen im Etat eröffnen, falls bislang vorgesehene Maßnahmen in anderen Bereichen kostengünstiger oder gar nicht umgesetzt werden können. Mit den dann freiwerdenden Mittel wäre die Finanzierung eines neuen Friedeburg-Pavillons denkbar. Aber das ist noch mit vielen Fragezeichen verbunden. „Zu diesem Zeitpunkt des Jahres kann noch keine Aussage getroffen werden, wie die Herstellungskosten € aufgebracht werden können“, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Rathaus.

Angesicht der ungeklärten Kostendeckung im städtischen Haushalt begrüßt es die Verwaltung „ausdrücklich“, dass Nordenhamer Bürger eine Privatinitiative angeschoben haben und Spenden für den Pavillon sammeln wollen.

Jörg Patzke betont, dass die Stadt Nordenham für eine Spende eine Bescheinigung ausstellen kann, wenn sich der Betrag auf mindestens 200 €Euro beläuft. Bei geringeren Spendenbeträgen genüge als Nachweis gegenüber dem Finanzamt der Einzahlungsbeleg. Wer die Pavillon-Finanzierung unterstützen möchte, sollte bei einer Überweisung auf das Konto der Stadt Nordenham (DE 47 2805 0100 0063 4035 47) den Verwendungszweck „Pavillon“ angeben.

Park entstand 1905/06

Die Geschichte des Pavillons im Friedeburg-Park reicht bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. In seiner ursprünglichen Form entstand er in den Jahren 1905/06, als der Park nach den Plänen des Gärtners Otto Hummitzsch angelegt wurde. Bei dem in diesem Sommer zerstörten Pavillon handelte es sich nicht um das Original, sondern um einen später erstellen Nachbau. Die Unterschiede sind auf Postkarten aus alten Zeiten gut zu erkennen.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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