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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Nach schwerem Start viel erreicht

26.09.2019

Berne „Nichts gegen Sie persönlich, Frau Hanft. Aber wir brauchen sie hier nicht.“ Eine solche Begrüßung vergisst man nicht. Auch nicht nach fast einem Vierteljahrhundert. Heinz-Otto Gröne, seinerzeit Gemeindedirektor, hatte Stefanie Hanft als neue ehrenamtliche Frauenbeauftragte zwar im Berner Rathaus em-pfangen, nicht aber wirklich willkommen geheißen.

Doch die Zeiten ändern sich: „Im Laufe der Jahre ist mir Herr Gröne ein sehr guter Freund geworden“, verriet Hanft bei ihrer Verabschiedung. Und auch die Einsicht bei Rat und Verwaltung wuchs stetig, dass die Frauenbeauftragte eine Bereicherung sein kann.

Ratsvorsitzender Jens Bischoff (SPD) wies auf die Neuerung hin, die 1995 für viel Wirbel sorgte: „Eine neue Stelle, die weder vom Rat noch von Gemeindedirektor oder Bürgermeister kontrolliert wurde“. Die Stellenausschreibung sei seinerzeit mit der „stillen Hoffnung verbunden gewesen, dass sich niemand bewirbt“, erinnert er sich. „Aber es hat sich jemand getraut.“ Und am 3. Juni 1996 wurde Stefanie Hanft, eine junge Mutter im Alter von 29 Jahren mit gerade beendetem Referendariat, vom Gemeinderat zur Frauenbeauftragten bestellt – und hat nach eigenem Bekunden „einen Teil meiner grauen Haare dieser Tätigkeit zu verdanken“.

„Sie haben es geschafft, nicht nur da zu sein, sondern haben uns Ihre Meinung dargestellt und nach und nach Ihren berechtigten Forderungen zu folgen“, so Bischoff. „Und Sie haben es geschafft, Frauen zu motivieren, sich zu engagieren.“ Auch nachdem das Amt 2005 in Gleichstellungsbeauftragte umbenannt wurde, habe Hanft es geschafft, „die Interessen der Frauen mit denen der Männer gleich zu stellen.“ Bürgermeister Hartmut Schieren-stedt (parteilos) dankte im Namen der Verwaltung für „280 Monate Zusammenarbeit und ein angenehmes Verhältnis“.

Nach gut 23 Jahren ist nun Schluss. Vieles, was heute selbstverständlich sei, habe hart erstritten werden müssen, blickte Hanft zurück auf „spannungsvolle, gute und interessante Jahre“. Habe die Antwort eines Amtsleiters auf ihre Frage, warum in Berne keine Straße einen Frauennamen trage, vor Jahren noch gelautet: „Weil Frauen in Berne nie etwas Besonderes geleistet haben“, sei heute bewusst, dass viele Frauen Hervorragendes leisten, so Hanft.

Für sie gab es dann Geschenke. Auch mehrere Frauenvereine der Gemeinde dankten mit Präsenten: Annali Hilger (Landfrauenverein Berne-Stedingen), Elke Sudbrink (Frauenkreis Neuenkoop), Karin Ostermann (Landfrauenverein Neuenkoop), Annegret Böse (Frauenkreis Neuenkoop) sowie Marianne Schneider und Karin Labriga (Frauenfrühstück Berne) dankten für die Begleitung und Unterstützung in all den Jahren.

Die Nachfolge von Hanft tritt zum 1. Oktober Malin Gebken an.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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