• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Zweimal gewonnen – und doch verloren

26.09.2017

Berne /Lemwerder SPD und CDU verlieren, die kleineren Parteien legen zu – das bundesweite Ergebnis der Wahl am Sonntag spiegelt sich im Trend auch in den Gemeinden Berne und Lemwerder wider. Bei genauerer Betrachtung ergeben sich jedoch deutliche Abweichungen, die erkennbar auf die aufgestellten Direktkandidaten im Wahlkreis 28 (Delmenhorst-Wesermarsch-Landkreis-Oldenburg) zurückzuführen sind.

Zwar hat Astrid Grotelüschen (CDU) den Wahlkreis direkt geholt, in Berne und Lemwerder aber hat Susanne Mittag (SPD) gewonnen – trotz deutlicher Einbußen. In Berne bekam Mittag 34,2 Prozent der Erststimmen (7,5 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren), lag aber noch über dem Parteiergebnis (30,8 Prozent). In Lemwerder holte die Delmenhorsterin sogar 40,2 Prozent (SPD: 34,5 Prozent). Susanne Mittag holte die meisten Stimmen im Wahllokal Eschhofschule (47,1 Prozent) und bekam die wenigsten im Wahllokal Bardewisch (28,4 Prozent).

Umgekehrte Vorzeichen für Astrid Grotelüschen: sie holte in Bardewisch 38,9 Prozent, im Wahllokal Eschhofschule nur 21,3 Prozent. In Lemwerder lag die alte und neue CDU-Bundestagsabgeordnete mit 27,8 Prozent knapp hinter dem Zweitstimmenergebnis für ihre Partei (28,3 Prozent); in Berne kam sie dafür auf 33,7 Prozent (CDU: 33,3 Prozent).

Ein „Heimspiel“ hatte die in Berne wohnende Grünen-Kandidatin Christina-Johanne Schröder erwartungsgemäß in ihrem Heimatort: hier holte sie 12,3 Prozent, die Grünen bekamen „nur“ 9,5 Prozent. In Lemwerder lag die 33-Jährige dagegen mit 8,2 Prozent knapp hinter dem Parteiergebnis (8,6 Prozent). Die meisten Stimmen holte Schröder in Berne im Wahllokal Schulzentrum 1 (16 Prozent), die wenigstens gab es mit 7,1 Prozent in Neuenkoop. In Lemwerder bekam sie in den Wahllokalen Altenesch und Lemwerder II jeweils 9,5 Prozent der Stimmen, das schlechteste Ergebnis erzielte sie mit 4,9 Prozent im Wahllokal Eschhofschule.

Trotz der Verluste für SPD und CDU zeigten sich die örtlichen Parteienvertreter allgemein zufrieden mit dem Ausgang der Bundestagswahl in ihrer Gemeinde. Wolf Rosenhagen (CDU Lemwerder) bedauerte zwar, „dass die Große Koalition so wenig Anerkennung gefunden hat“. Da die CDU aber ihr Ergebnis in Lemwerder halten konnte, sei er „ganz zufrieden“. Auch Meinrad-M. Rohde (SPD Lemwerder) war zufrieden, dass die SPD trotz deutlicher Verluste in Lemwerder vorn lag. Die Zugewinne von Linken und AfD hingegen seien „nachdenkenswert“. Man werde die Ergebnisse aus den Wahllokalen nun genau analysieren und sehen, wie verloren gegangene Wähler wieder zurückgewonnen werden könnten. „Das funktioniert aber nicht von heute auf morgen“, betonte Rohde.

Ähnlich äußerten sich auch Karl-Ernst Thümler (CDU) und Christa Allen (SPD) über das Wahlergebnis ihrer Parteien in Berne. Christa Allen glaubt, dass die SPD von der Großen Koalition auf Bundesebene nicht profitiert habe.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2322
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.