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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

„Der SPD-Erfolg tut der wunden Parteiseele gut“

17.10.2017

Berne /Lemwerder Christa Allen, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Berne, sieht am Montag nach der Landtagswahl rot – und das, so sagt sie auf Nachfrage, „tut der wunden Parteiseele gut“. Denn die SPD hat endlich mal wieder eine Wahl gewonnen – und die Bernerin Karin Logemann dazu auch noch das Direktmandat im Wahlkreis 71 errungen.

Vor vier Jahren lag Logemann in Berne mit 42,7 Prozent der Erststimmen noch hinter Björn Thümler (43,8 Prozent), der ebenfalls in Berne wohnt; diesmal gewann sie souverän mit 46,8 Prozent (Thümler: 38,1 Prozent). Auch die SPD lag in Berne diesmal mit 40,3 (2013: 35,6) Prozent deutlich vor der CDU, die auf 33,4 (35,2) Prozent kam. Die Wahlbeteiligung stieg um 8,5 Prozentpunkte auf 64,2 Prozent.

In Lemwerder das gleiche Bild: Zwar hat Karin Logemann gegenüber 2013 leicht verloren und kommt diesmal auf 51,8 Prozent der Erststimmen (2013: 54,4 Prozent), aber damit liegt sie noch deutlicher vor Björn Thümler, der 2013 noch 30,2 Prozent bekam und diesmal auf 28,4 Prozent (minus 1,8 Prozentpunkte). Bei den Zweitstimmen holte die CDU in Lemwerder 25,1 Prozent (2013: 26,4 Prozent), die SPD 45,6 Prozent (48). Auch hier ist die Wahlbeteiligung gestiegen – von 61,1 auf 63,9 Prozent.

Dass Karin Logemann diesmal das Direktmandat errungen hat, erklärt sich Christa Allen mit dem Engagement der Kandidatin: „Es hat sich ausgezahlt, dass sie nicht nur im Wahlkampf präsent war, sondern die ganze Zeit für die Wesermarsch im Einsatz war und viel gearbeitet hat.“

„Fleiß und Einsatz“ bescheinigt der Kandidatin mit Wolf Rosenhagen (CDU) auch ein politischer Gegner. Sie habe „mehr Präsenz gezeigt“ als Björn Thümler, räumt der Lemwerderaner CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende selbstkritisch ein. Allerdings sei dies der Funktion Thümlers auf Landesebene (Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion) geschuldet. „Da war er in ganz Niedersachsen gefordert.“

Mit den Verpflichtungen dieses Amtes begründet auch Karl-Ernst Thümler von der Berner CDU den Verlust des Direktmandats von Björn Thümler. Denn die CDU habe vor Ort einen tollen Wahlkampf gemacht, insbesondere die Junge Union mit ihren zahlreichen Haushaltsbesuchen. Deshalb seien die Verluste für die CDU zwar „ärgerlich“, aber insgesamt nicht beunruhigend.

Wolf Rosenhagen bescheinigt der CDU in Lemwerder ebenfalls einen guten Wahlkampf. Dies zeige sich darin, dass sie in der Gemeinde im Vergleich zum Landesschnitt nur halb so viel verloren habe. „Der persönliche Kontakt ist wichtig“, glaubt Rosenhagen den Grund für das vergleichsweise gute Abschneiden zu kennen.

Wolf Rosenhagen und Karl-Ernst Thümler gehen davon aus, dass es auf Landesebene zu einer Großen Koalition kommen wird. Und wer weiß, so Thümler, ob dann nicht Björn Thümler doch noch Minister wird, sieht er im angekündigten Verlust des Fraktionsvorsitzes keineswegs Nachteile für den alten und neuen Berner Landtagsabgeordneten.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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