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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

„Zahlreiche Kinder spielen hier Fußball“

01.09.2018

Brake Die von der Verwaltung im Ausschuss für Schule, Jugend und Kindertagesstätten vorgeschlagene Auflösung eines Bolzplatzes an der Ostpreußenstraße hat bei Anwohner Werner Spielmann für Unmut gesorgt. Diesen teilte er dem Bürgermeister, der Stadtverwaltung sowie den Ratsfraktionen von SPD, CDU und der WGB/FDP-Gruppe in einem Schreiben mit, das der NWZ vorliegt.

Die Behauptung der Verwaltung, dass der Bolzplatz als solcher nicht mehr genutzt werde, ist seiner Meinung nach falsch. „Unser Eigenheim liegt gegenüber dem Bolzplatz und ich kann feststellen, dass die Fläche über Jahrzehnte und auch zur Zeit unverändert von zahlreichen Kindern und Jugendlichen als Bolzplatz überwiegend zum Fußballspielen benutzt wird“, schreibt Werner Spielmann. Spiel- und Bolzplätze würden „abhängig von der Jahres- und Tageszeit und der sich im Wohngebiet im Laufe der Zeit wechselnden Anzahl von Familien mit Kindern unterschiedlich frequentiert werden“. So auch der Bolzplatz an der Ostpreußenstraße. Derzeit würde er aber intensiver genutzt werden als der angrenzende Spielplatz.

„Die Umwidmung des Bolzplatzes zu Baugelände beabsichtigte die Stadtverwaltung bereits vor mehr als fünfzehn Jahren mit demselben Argument wie heute. Der Plan wurde aufgrund vorhandener Fakten und Proteste der Anwohner aufgegeben“, schreibt Spielmann weiter. Er bezieht sich hierbei auf Überlegungen der Stadt Brake aus dem Jahr 1999. Damals sollten zwei Baugrundstücke auf dem Gelände geschaffen und an Meistbietende verkauft werden, um den städtischen Haushalt zu konsolidieren. Nach dem Bekanntwerden der Überlegungen hatten Jugendliche dem damaligen Stadtdirektor Walter Erfmann eine Unterschriftenliste zum Erhalt des Bolzplatzes vorgelegt und die Stadt war von dem Vorhaben abgerückt.

Wie Spielmann mitteilt, seien zur Steigerung der Attraktivität zwei Tore aufgestellt und zum Schutz eines angrenzenden Hauses ein Zaun errichtet worden. „Die mit Bäumen und Büschen bewachsene Fläche einschließlich des angrenzenden Spielplatzes bildet gleichzeitig eine ,grüne Lunge‘ und trägt in ihrer Gesamtfunktion zur Lebensqualität in diesem Wohnviertel bei.“ Zudem sei der Bolzplatz der einzige im Wohngebiet Harrien-Süd, schreibt Spielmann.

Auf diese Problematik hatte im Ausschuss auch CDU–Ratsherr Claus Plachetka hingewiesen. Wenn die Grundschule Harrien an den vorgesehenen neuen Standort an die Ladestraße umziehen sollte, gäbe es keinen Bolzplatz mehr in Harrien. Kinder und Jugendliche müssten dann weite Wege in Kauf nehmen, um Fußball zu spielen. Im Ausschuss wurde angeregt, einen Fußballplatz an der neuen Schule zu schaffen.

Uwe Schubert, der die Überlegungen der Verwaltung im Schulausschuss vorgestellt hatte, erklärte auf NWZ-Nachfrage, dass man für das Spielplatzkataster alle Plätze abgefahren habe. Der Bolzplatz an der Ostpreußenstraße hätte nicht den Eindruck gemacht, dass er noch genutzt werde. Dies hätte auch eine Nachfrage bei der Kindertagesstätte in der Ostpreußenstraße bestätigt. „Wenn der Platz jedoch abends genutzt wird, ist es schwerer einzuschätzen“, sagte Schubert. Daher sei es gut, wenn sich Anwohner einbringen würden. Am kommenden Dienstag wird der Bolzplatz Thema im Bauausschuss der Stadt sein.

Renke Hemken-Wulf
Volontär, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003
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