• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Helfer hoffen auf weitere Helfer

12.12.2019

Brake Was aus kleinen Anfängen werden kann, hat erst jüngst die Jubiläumsfeier des Johanniter-Ortsverbands Stedingen gezeigt. Vor 50 Jahren gegründet, gilt er als einer der innovativsten seiner Art. Ob Hausnotrufzentrale für Tausende Menschen, Leitstelle für die Offshore-Rettung oder Lebensmittelausgabe für mehr als 600 Menschen – die Stedinger sind, so ein Festredner, „Keimzelle vieler Ideen“.

Und diese sprießt nun auch in Brake: Ein ehrenamtliches Team um Björn Funk (40) ist seit ein paar Monaten mit Eifer dabei, in Brake eine eigene Johanniter-Helferschaft aufzubauen. Hauptberuflich im Rettungsdienst tätig und in Oldenburg viel ehrenamtlich engagiert, hat er nach dem Umzug nach Brake nicht einfach nur festgestellt: „Die Stadt ist groß, hat aber keine ehrenamtliche Johanniter-Unfall-Hilfe.“ Er wollte das ändern.

Optimale Lage

Was folgte, war eine kurze Diskussion im Orts- und Landesverband, dann machte er sich auf die Suche nach einer Dienststelle. Und die hat er in idealer Lage gefunden: in der Kirchenstraße 16, direkt gegenüber von Stadtkirche und Kirchengemeinde – für die Hilfsorganisation der evangelischen Kirche optimal.

20 ehrenamtliche Helfer hat er in wenigen Monaten um sich geschart, durch persönliche Ansprache und Werbestand – „und ich bin froh über jeden Einzelnen“. Der Stützpunkt wurde seit Mai mit viel Eigenarbeit hergerichtet, mit Sekretariat, das Yvonne Pöpken (32) ehrenamtlich führt, Büros und Dienstraum. Erste Ausbildungen folgten. Im kommenden Jahr sollen auch Erste-Hilfe-Kurse für die Öffentlichkeit angeboten werden. Mit dem Brake-Verein hat Funk bereits früh Kontakt aufgenommen – und auf dem Schneeflöckchenmarkt wird die Johanniter Unfall-Hilfe den Sanitätsdienst stellen.

Einfach losgelegt

Der Bedarf sei auf jeden Fall da, sieht der 40-Jährige die Johanniter nicht als Konkurrenz an, sondern als Ergänzung. Mit Hafen und weiteren große Firmen sei es „nicht verkehrt, wenn man Rettungsmittel aus der eigenen Stadt nehmen kann“. Er jedenfalls freut sich über weitere Mitstreiter: „Eine helfende Hand wird immer gebraucht.“ Und je mehr solch helfende Hände man habe, desto mehr Angebote könne man auch machen. Selbstverständlich könnten Interessierte an einem Dienstabend erst einmal ganz unverbindlich reinschnuppern. Viele der bisherigen Mitglieder seien vor allem aufgrund der tollen Gemeinschaft dabeigeblieben: „Wir kennen uns erst wenige Monate und haben schon ein ganz tolles Verhältnis.“

Der Regionalverband Weser-Ems jedenfalls beobachtet das Tun in Brake mit großem Interesse: „Das ist die für uns klassische Entwicklung: Eine kleine Gruppe Ehrenamtlicher legt einfach mal los, guckt nach dem Bedarf und entwickelt die Helferschaft“, sagt Stefan Greiber, Fachbereichsleiter Kommunikation. Schon jetzt ist die Braker Dienststelle über den Ortsverband Stedingen auch Teil der Regionalbereitschaft der JUH. Und wenn bald ein Fahrzeug der erweiterten Katastrophenhilfe in der Braker Dienststelle stationiert wird, ist ein weiterer Schritt getan.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2301
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.