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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Nachhaltigkeit mit Nachdruck nach vorne bringen

29.03.2019

Brake Die Stadtverwaltung fühlt sich in Sachen Nachhaltigkeit als „Vorreiter“. Das betonte Bürgermeister Michael Kurz (SPD) in der jüngsten Sitzung des Stadtrates, der die „Agenda für nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet hat. Und die nackten Zahlen geben ihm recht: Von den gut 11 000 Kommunen in Deutschland ist Brake nach dem Ratsvotum erst Nummer 105. Sicher sei das auch „ein Stück Symbolpolitik“, so Kurz. „Wir zeigen dadurch aber, dass wir Verantwortung übernehmen und der Nachhaltigkeit verpflichtet sind.“

Das sieht auch Torsten Tschigor so, der die Agenda in Abwesenheit des Bürgermeisters in der Vorwoche unterschrieben und damit in Kraft hat treten lassen. „Wir wollen das Thema Nachhaltigkeit ständig vorleben.“ Denn eines ist auch der Verwaltungsspitze klar: „Das ist noch lange nicht in den Köpfen drin.“ Vor allem müsse das Thema „für die Bürger greifbarer werden, erlebbarer“. Ein Ansatz ist der kostenlose Fair- und Regionalmarkt in Brake, der am 28. April, von 11 bis 18 Uhr an der Kaje, im Kalender steht.

Dabei ist Nachhaltigkeit für Tschigor kein abstraktes Thema, das nur weit entfernte Regionen betrifft, wie viele immer noch denken. Über die Essenversorgung in den Kindertagesstätten sorge die Stadt beispielsweise auch dafür, dass alle Kinder ausreichend versorgt würden. Da werde das Thema Hunger ganz lokal und greifbar.

Überhaupt mache die Stadt bereits einiges in diesem Bereich, teils vielleicht noch unbewusst, meint auch Uwe Schubert. Der Fachbereichsleiter verweist etwa auf das Klimaschutzkonzept, von dem bereits einiges umgesetzt sei. Und beim Blick voraus fallen ihm auch konkrete Vorhaben ein: So könnte für die neue Grundschule Harrien eine Zertifizierung als „Faire Schule“ und für die neue Kindertagesstätte Golzwarden als „Faire Kita“ angestrebt werden. Denn: „Es ist der richtige Ansatz unten anzufangen. Wenn wir die Kinder erreichen, erreichen wir auch die Eltern.“ Selbst die Arbeitsorganisation im Rathaus biete einen Ansatz für Nachhaltigkeit: Wenn durch Telearbeit zum Beispiel ein Tag zu Hause gearbeitet werden könne, spare auch das Ressourcen in Form von weniger Autofahrten. Dass man beim Thema Nachhaltigkeit und Fairer Handel einen langen Atem haben muss, wissen auch Kurz, Tschigor und Schubert. Erst einmal gehe es darum, das Bewusstsein zu schaffen und in kleinen Schritten auf das Ziel hinzuarbeiten.

Konkreter werden soll auch der faire Einkauf, so Schubert – intern für das Rathaus, aber auch durch Informationen über Beschaffungsmöglichkeiten für die Bürger. Beim Einkauf spiele vor allem auch der Aspekt Regionalität eine große Rolle. Der Weideaustrieb am 13. April von 11 bis 16.30 Uhr auf dem Hof auf der Wurp (Harrierwurp 31) ist dafür ein Beispiel.

Die Agenda unterstützt die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, sieht Kommunen als zentrale Akteure einer nachhaltigen Entwicklung, spricht sich für „mehr Gerechtigkeit in der Einen Welt“ aus, fordert Bund und Länder zu mehr Haushaltshoheit für und Einbeziehen von Kommunen auf und verspricht mehr eigenes Engagement in Sachen nachhaltige Entwicklung. Die Stadt Brake ist zudem zertifizierte Fairtrade-Stadt und Gründungsmitglied der Fairtrade-Region Unterweser und seit 2018 Mitglied im Netzwerk nachhaltiger Kommunen (eine von zehn niedersachsenweit).

Mit dem Votum des Rates hat man nun die Rückendeckung der Politik. Denn Tschigor weiß auch: „Das kostet Geld.“ Man sehe eine solche Ausrichtung als lebenswerte Stadt letztlich aber auch als Standortvorteil für Brake an.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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