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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Auch Vereinte Nationen haben Bezug zu Brake

31.05.2018

Brake Kriege, Hungersnöte, Klimawandel, Rassismus – was für uns oftmals nur unzählige Nachrichten sind, bedroht viele Menschen tagtäglich auf der ganzen Welt. Wenn in den Nachrichten beispielsweise über Krieg in Syrien berichtet wird, fühlt man sich selbst erst einmal nicht betroffen. Wenn diese Menschen aber wegen dieser oder anderer Probleme nicht mehr die Wahl haben, in ihrer Heimat zu bleiben, sondern flüchten müssen und gegebenenfalls in der Wesermarsch unterkommen, ist man spätestens dann auch als Wesermärschler von den Problemen dieser Welt betroffen.

Da diese Bedrohungen weltumspannend sind und nur landesübergreifend abgewendet werden können, sind vor fast 73 Jahren die Vereinten Nationen UN gegründet worden. Mit der Wanderausstellung „#DieUNundWIR“ möchte die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) die breite und interessierte Öffentlichkeit erreichen und über die Arbeit der UN informieren.

Die Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag (SPD) hat als Initiatorin diese Ausstellung nun ins Kreishaus nach Brake geholt. Sie unterstrich bei der Eröffnung, welchen Beitrag die Weltorganisation UN und ihre Blauhelmsoldaten an den Krisenorten leisten. Selbst hat sie sich ein Bild davon vergangenes Jahr im westafrikanischen Land Mali gemacht. „Die Menschen dort wollen nicht weg, sie wollen nur überleben“, sagte die Delmenhorsterin und appellierte, Geduld zu haben, bis sich die Situation in den Krisenregionen bessert.

Die multimediale Ausstellung geht bis zum 22. Juli und vermittelt Wissen rund um die UN durch Texte, Illustrationen, Fotos sowie einen Film und ein Rollenspiel. Geeignet ist sie für Interessierte ab 15 Jahren, daher hofft der stellvertretende DGVN-Vorsitzende Dr. Ekkehard Griep, der zur Eröffnung nach Brake gekommen war, dass „die Schulen vor den Ferien noch einen Schlenker zur Ausstellung“ machen. Griep erläuterte weiter, dass die UN derzeit in 14 Friedensmissionen mit 110 000 Helfern aus 120 Ländern in der Welt unterwegs ist. Deutschland ist mit 6,38 Prozent viertstärkster Beitragsleister. „Ich empfehle jedem jungen Menschen, in die UN einzutreten“, denn jeder könne irgendetwas dafür tun, dass die Welt besser wird.

Unter den Titeln „Was tun die UN konkret gegen Armut und für die Wahrung der Menschenrechte?“ „Wie treten sie dem Klimawandel entgegen?“ „Wie kann es ihnen besser gelingen, den Frieden zu sichern?“ informiert die Ausstellung über die wichtigsten Arbeitsfelder der UN – nämlich Friedenssicherung, Menschenrechte, Umwelt und Entwicklung. Zusätzlich ermöglicht die Ausstellung den Besuchern, eigene Ideen einzubringen.

Niklas Grönitz
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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