• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Englische Siedlungen: Bima will 270 Häuser sanieren
+++ Eilmeldung +++

Lindan-Skandal In Oldenburg
Englische Siedlungen: Bima will 270 Häuser sanieren

NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Ortsumgehung soll auf Brücke folgen

15.05.2019

Brake Mit der Freigabe der Brücke im Verlauf der Berliner Straße an diesem Donnerstag wird ein Kapitel der unendlichen Geschichte um die Verkehrsanbindung des Braker Hafens beendet. Das gut 11 Millionen Euro teure Bauwerk wird einen Großteil des Schwerlastverkehrs zum Hafen übernehmen – all die Lastwagen, die über die Weserstraße zum Hafen fahren. Der andere Teil des Hafenverkehres wird – wie derzeit auch der Umleitungsverkehr – weiter durch Golzwarden fließen.

Die Geschichte Verkehrsanbindung ist für die Bürgerinitiativen (BI) Golzwarden und Boitwarden mit dem Brückenbau aber noch längst nicht beendet. Sie nehmen die für diesen Donnerstag geplante Inbetriebnahme der Brück zum Anlass, noch einmal auf ihre Anliegen hinzuweisen: eine Ortsumgehung für Golzwarden und Lärmschutz im Umfeld der Brücke.

Ortsumgehung

Wilfried Albers (BI Golzwarden) erinnert an das Versprechen, das die Stadt gegeben habe: Die Planungen für eine Ortsumgehung („Golzwarder Spange“) aufzunehmen, wenn das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) vorliege. Bürgermeister Michael Kurz hatte genau darauf stets verwiesen: Erst wenn dieses vom Kreistag beschlossen sei, könne die Stadt mit einer Bauleitplanung beginnen. Da eine solche Aufstellung unmittelbar bevorstehe, sei es nun an der Zeit, diese Planung anzugehen, „damit wir irgendwann mal zu einer Planfeststellung kommen“, so Rolf Schröder (BI Boitwarden). „Wir wollen, dass die Trasse planfestgestellt wird.“ Die Frist für Stellungnahmen nach einer erneuten Auslegung des RROP-Entwurfs ist am 13. Mai abgelaufen. Eine mögliche Trasse nördlich von Golzwarden findet sich als Vorbehaltsgebiet in dem Entwurf wieder.

„Derzeit ist die Verkehrssituation in Golzwarden prekär“, betont Albers. Durch die Umleitung aufgrund der Brückenbauarbeiten führen bis zu 100 Lastwagen pro Stunde durch den Ortsteil. „Und die Lastwagen fahren längst nicht alle 30“.

Wird am Donnerstag dem Verkehr übergeben: die Brücke im Verlauf der Berliner Straße BILD: Markus Minten

Umstrittenes Brückenbauwerk

Die Brücke im Verlauf der Berliner Straße ersetzt zwei kurz hintereinander liegende Bahnübergänge. Am Donnerstagmittag wird sie von den Projektpartnern und Dr. Niels Kämpny aus dem Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung für den Verkehr freigegeben.

Die Kosten betragen gut 11 Millionen Euro. Sie werden zwischen der Stadt Brake als Straßenbaulastträger, dem Bund nach Eisenbahnkreuzungsgesetz sowie der Deutschen Bahn mit Niedersachsen Ports GmbH als gemeinsame Schienenlastträger zu je einem Drittel getragen – bezogen auf die zuletzt veranschlagten Kosten von 9,02 Millionen Euro. Die gut zwei Millionen Euro Mehrkosten gehen nicht zu Lasten der Stadt. Die hatte mit dem Hafenbetreiber NPorts vereinbart, dass dieser gegebenenfalls den Anteil der Mehrkosten der Stadt übernimmt. Deutlich günstiger war die ursprüngliche Planung: Im Jahr 2012 waren die Kosten der Brücke auf drei Millionen Euro geschätzt worden, bei den ersten Planungen 2014 dann auf 4,5 Millionen.

Immerhin werde im RROP mehrfach auf die schlechte Erschließung der Wesermarsch hingewiesen, so Albers. Eine Ortsumgehung könnte zur Verbesserung beitragen. Denn: „Der Hafen soll brummen. Aber nicht auf Kosten der Bürger.“

Dass selbst eine Planfeststellung für eine Ortsumgehung eine solche längst noch nicht bedeutet, weiß auch Albers. Aber: „Dann haben wir aber einen Beschluss in der Schublade, den wir rausziehen können, wenn Gelder frei sind.“ Schröder verweist zudem darauf, dass in diese Planung eine Anbindung an die Autobahn 20 zu berücksichtigen sei. „Brake braucht endlich eine zukunftsorientierte Verkehrsplanung.“

Lärmschutz

Schröder beklagt einmal mehr, dass man sich auch beim Lärmschutz von der Politik im Stich gelassen fühle. Dieser sei den Anwohnern in der politischen Diskussion um die umstrittene Brücke immer wieder versprochen worden – schon 2012, als die Planungen für die Brücke begannen. Aber: „Das einzige, das verwirklicht wurde, ist eine Erhöhung der Brüstung.“ Auch Albers betont: „Da wurden große Versprechungen gemacht. Passiert ist bisher aber nichts.“

Und die Deutsche Bahn macht den Anwohnern in Sachen Lärmschutz wenig Hoffnung: „Gemäß Schalltechnischen Gutachten besteht kein Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen infolge des Baus der Brücke“, heißt es auf eine entsprechende Anfrage. Allerdings sei die geplante Leitplanke auf der der Bebauung zugewandten Seite des Brückendammes durch eine einen Meter hohe Betonwand ersetzt worden; und das bringe Verbesserungen für die Nachbarschaft, meint die Bahn. Sicherheitsbedenken von den Projektplanern hätten dazu geführt, dass andere vorgeschlagene Varianten hinsichtlich Lärmschutz abgelehnt worden seien.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2301
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.