• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Anwohner stinkt Baugebiet schon jetzt

04.11.2017

Brake /Käseburg Unstrittig war im Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Verkehr eins: Die Stadt braucht weitere Wohnbauflächen. Ob allerdings das geplante, 2,1 Hektar große Baugebiet in zweiter Reihe im Bereich Stedinger Landstraße/Straße Timmermanns Hellmer in Käseburg die richtige ist, blieb offen. Letztlich brachte der Ausschuss bei einer Nein-Stimme (Norbert Becker, CDU) und drei Enthaltungen (Gérard Rünzi, parteilos, Heinz-Werner Horstmann und Ursula Schinski, beide SPD) aber die Planung auf den Weg. In einem so genannten beschleunigten Verfahren soll nun ein Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden. Gebaut werden sollen hier rund 20 Einfamilienhäuser.

Bedenken hatte zuvor Harry Grotheer als Anwohner geäußert. Er kritisierte auch die fehlende Beteiligung Betroffener. Bürgermeister Michael Kurz (SPD) betonte allerdings, dass es um den Aufstellungswillen gehe. „Wir stehen ganz am Anfang des Verfahrens.“ Die Stadt habe im Juli die Anfrage des Investors erhalten. Eine öffentliche Beteiligung erfolge im weiteren Verfahren. Auch seinen die Voraussetzungen für ein beschleunigtes Verfahren gegeben. Dem Vorwurf mangelnder Transparenz widersprach er.

Grotheer wies auch auf mögliche Beeinträchtigungen hin. So grenze die geplante Bebauung an eine ehemalige Mülldeponie. Auch rücke die Wohnbebauung näher an die Geräuschquellen Deponie, Bundesstraße und Bahnstrecke. Vor allem aber „emittiert die nicht funktionstüchtige und trotzdem betriebene Trockenfermentationsanlage nach wie vor Infraschall, Geruch und vor allem schwer messbare Keimbelastungen in Windrichtung einer geplanten Bebauung“, so Grotheer. Nicht zuletzt könnten Flora und Fauna der Teichanlagen verdrängt werden.

Vor allem der Bau der Biogasanlage in Käseburg auf dem Gelände der Mülldeponie hatte für Proteste bei Anwohnern gesorgt. Der Betrieb bereitete über Jahre Probleme und tut dies nach Auffassung der Anwohner immer noch. Mit den Stimmen von SPD, FDP und den Grünen hatte der Stadtrat den Weg für das Projekt seinerzeit aber frei gemacht, mit den Bauarbeiten war 2010 begonnen worden.

Die anhaltenden Bedenken wurden auch von Teilen der Politik im Ausschuss geteilt. Horstmann forderte eine genaue Kontrolle der Altlasten sowie von Tier- und Pflanzenwelt, Rünzi warnte davor, ein Bebauungsgebiet freizugeben, das noch näher an die Deponie rücke. Man habe seinerzeit „gegen die Biogasanlage gekämpft, weil davon eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht“. Da andererseits aber Baugebiete benötigt würde, müssten diese Fragen im Verfahren geklärt werden.

Auch Thomas Aufleger vom Planungsbüro NWP betonte, dass im Verfahren ein Entwässerungskonzept ebenso erstellt werden müsse, wie Fragen des Immissions- und des Artenschutzes zu klären seien.

Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

NWZ-Immo.de
Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2301
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.