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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

„Kein KKU-Müll auf Käseburg-Deponie“

26.06.2018

Brake /Kleinensiel Drei Fraktionen im Braker Kreistag lassen nicht locker: Bündnis 90/Die Grünen, FDP und die Unabhängige Wählergemeinschaft Wesermarsch (UW) hinterfragen weiterhin kritisch die geplante Deponierung von anfallendem Bauschutt in Käseburg beim Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser (KKU). Mit dem Rückbau werde eine neue Strahlenquelle geschaffen, sagte am Montag Walter Erfmann (UW).

Sowohl die befürchtete zusätzliche Strahlenbelastung in Käseburg als auch das Verhalten der SPD/CDU-Gruppe im Kreistag, die eine gemeinsame Resolution gegen die geplante Deponierung bislang verhinderte (die NWZ berichtete), lässt die drei Parteien nicht ruhen. Man habe den politischen Auftrag, sich umfassend mit dem Thema zu befassen, hieß es. Nach Auffassung von Manfred Wolf (FDP), Jürgen Janssen (Grüne) und Harald Schöne (FDP) sowie Walter Erfmann sei die Annahme von radioaktiv belasteten Abfällen jedweder Art und Herkunft zur Lagerung auf der Deponie in Käseburg auszuschließen. Die Deponie sei als Lagerstätte nicht geeignet. Die Annahme von KKU-Bauschutt sei daher abzulehnen.

Verwundert zeigten sich die Kreistagsmitglieder am Montag darüber, dass der Braker Stadtrat eine ähnlich lautende Resolution gegen die Einlagerung von freigemessenem Abfall aus dem Kernkraftwerk Unterweser, verbunden mit der Aufforderung an den Kreistag, es Brake gleich zu tun, verabschiedet hatte. Im Kreistag säßen in Doppelfunktion auch Braker SPD- und CDU-Ratsleute, die eine ebensolche Kreistagsresolution nun verhindert hätten. Wie das zusammenpasse, fragte sich Jürgen Janssen.

Die Resolution sollte als politische Botschaft ans Umweltministerium verstanden werden, merkte Manfred Wolf an. Dem habe man sich verweigert. „Wenn nicht jetzt, wann dann“, so Harald Schöne. Die Preußen-Elektra habe ein Gutachten in Auftrag gegeben, ob sich die Deponie in Käseburg als Lagerstätte eigne. Wenn erst das TÜV-Gutachten vorläge, würde es keinen Handlungsspielraum mehr geben, sagte er. „Das Papier geht ans Umweltministerium. Es wird neutral begutachtet und bewertet“, fügte Manfred Wolf an. Wie neutral es bewertet werde, sei der Punkt.

Die Politiker wiesen auf ein weiteres Problem hin: Die Kapazität der Deponie Käseburg sei etwa 2030 erschöpft. Jährlich würden dort etwa 275 Tonnen an Müll gelagert. Bei den zu erwartenden 7000 Tonnen KKU-Müll sei nicht mehr viel Luft. Das Mischungsverhältnis von KKU-Müll und Hausmüll betrage 1:10. Doch die geringe Menge an Hausmüll, die zurzeit für die Deponie Käseburg anfalle, reiche dafür nicht aus. Müll müsste laut Walter Erfmann hinzugekauft werden.

„Wir geben nicht klein bei“, sagte Jürgen Janssen, und meinte bezogen auf die Resolution: „Wir werden einen neuen Versuch starten.“ Es muss nach seinen Worten eine bundesweite Lösung geben, denn auch andere Standorte von Kernkraftwerken seien betroffen, wenn Anlagen zurückgebaut werden.

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