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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Kommunalpolitik: Walter Erfmann legt mit 81 Kreistagsmandat nieder

19.10.2018

Brake Mit dem Rückzug von Walter Erfmann aus dem Kreistag endet für die Unabhängige Wählergemeinschaft Wesermarsch (UW) eine Ära. Am Donnerstag wurde der 81-Jährige von Mitgliedern verabschiedet. Der gebürtige Westfale, der von 1976 bis 2000 Stadtdirektor von Brake war und sich anschließend kommunalpolitisch engagierte, hatte sich aus Altersgründen entschlossen, den Kreistagsitz zu räumen.

Offiziell vollzogen wird der Rückzug auf der nächsten Sitzung des Gremiums, voraussichtlich am 10. Dezember. Dann wird Reiner Gollenstede (Brake) nachrücken und Olaf Michalowski (Jade) wird den Fraktionsvorsitz übernehmen.

2006 war Walter Erfmann in den Kreistag gewählt worden, 2011 und 2016 erneut. Der frühere Braker Stadtdirektor ist Gründungsmitglied und Gründungsvorsitzender der Wählergemeinschaft Brake (WGB) sowie Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied der UW. Von 2001 bis 2015 saß er im Stadtrat, von 2006 bis 2018 im Kreistag.

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Reiner Gollenstede verwies auf den Erfolg der Wählervereinigungen in vielen Teilen Deutschlands auf kommunaler und Landesebene. „Wir sind nicht die Freien Wähler, aber entfernte Verwandte“, meinte er mit Blick auf den Erfolg der FW bei der jüngsten Bayern-Wahl. Und die „Initiativen für parteiunabhängige Bürger“ werde weiter an Bedeutung gewinnen, ist er sich sicher. „Wir sind die Stimme derjenigen, die in der Politik kein Gehör finden.“

Dass dies seit fast 20 Jahren in der Wesermarsch so sei, so Gollenstede, sei einem Mann zu verdanken: Walter Erfmann, der die Arbeit der Unabhängigen mit seiner Persönlichkeit geprägt habe. Er sei allen im Verein (die UW ist keine Partei) Vorbild, Mentor und Lehrer – „und lange Zeit der Motor“. Daher sei man „dankbar für eine Lebensleistung, die bei anderen für zwei oder drei Leben gereicht hätte“.

Der so Gelobte bezeichnete „den heutigen Tag als Ende meiner beruflichen und politischen Tätigkeit“. Und selbstverständlich hatte der pensionierte Beamte Buch geführt: 62 Jahre, sechs Monate und zehn Tage war er hauptberuflich und ehrenamtlich für die Allgemeinheit tätig. Und jetzt hörte er auf den Rat seiner Frau Else für den richtigen Zeitpunkt des Abgangs: „Pass auf, dass du nicht rausgeschmissen wirst.“

Aber wer Walter Erfmann kennt, weiß, dass es kein endgültiger Abschied sein wird: „Ich kann gar nicht ohne“, gestand er ein. Und deshalb will er den UW-Vereins- und Fraktionsmitgliedern weiter beratend zur Verfügung stehen. Das Geschenk, das ihm UW-Vorsitzende Birgitt von Thülen überreichte, wird dabei helfen: ein Smartphone für einen, der sich der mobilen Kommunikation bisher verweigert hatte. „In unserer WhatsApp-Gruppe bist du ab sofort“, verriet Olaf Michalowski. „63 Jahre Wissen und Erfahrung im Öffentlichen Dienst sind ein Geschenk für unsere Arbeit.“ Denn davon gebe es mehr als genug, meinte der künftige Fraktionschef mit Blick auf den Kampf gegen Ablagerungen von freigemessenem Abfall aus dem Kernkraftwerk Unterweser auf der Deponie Käseburg, gegen hohe Abfallgebühren, Probleme bei der Windkraft und Sanierung von Straßen.

Und auch Bürgermeister Michael Kurz (SPD), der ebenfalls zur Verabschiedung ins Culinaria gekommen war, meinte: „Auf solch einen Verwaltungsfachmann kann man nicht verzichten.“ Walter Erfmann sei eine Institution und habe die Stadt Brake und die Wesermarsch geprägt. Sein Rat werde weiter wichtig sein.

Einen davon gab Walter Erfmann seinen Nachfolgern mit auf den Weg: Vorrangiges Ziel müsse es sein, sich für die Generationengerechtigkeit einzusetzen. Dabei habe die Ordnung der Finanzen eine hohe Priorität. Aber: „Investitionen dürfen dabei nicht vergessen werden.“

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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