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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Entwicklung In Der Wesermarsch: Barrierefreiheit hat Priorität

06.11.2019

Brake /Wesermarsch Die Kommunen in der Wesermarsch bemühen sich intensiv um Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Diesen Eindruck konnte man zumindest während der so genannten Bürgermeister-Runde gewinnen, zu der der Kreisbehindertenbeirat Wesermarsch (KBR) in das Kreishaus in Brake eingeladen hatte.

Zweimal pro Jahr werden die Stadt- und Gemeindeoberhäupter vom KBR zum Dialog gebeten. Bei dieser Gelegenheit sollen sie auch über den Stand der Barrierefreiheit in ihrer jeweiligen Kommune Rechenschaft ablegen.

An der jüngsten Auflage dieses Veranstaltungsformates nahmen unter der Leitung des KBR-Vorsitzenden Reiner Wispeler die Bürgermeister der Stadt Brake, Michael Kurz, sowie der Gemeinden Ovelgönne und Jade, Christoph Hartz und Henning Kaars, teil. Die Stadt Elsfleth war durch Wolfgang Böner, Allgemeiner Vertreter von Bürgermeisterin Brigitte Fuchs, und die Gemeinde Berne durch die 1. stellvertretende Bürgermeistern Elke Belsemeyer vertreten. Für die Gemeinde Stadland war Jennifer Hayessen erschienen. Die übrigen Kommunen hatten sich entschuldigt.

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Kommunen sind bemüht

Die Vertreterinnen und Vertreter der Städte und Gemeinden betonten, dass sie insbesondere im Zuge geplanter Baumaßnahmen Aspekte der Barrierefreiheit umzusetzen versuchen. So konnte zum Beispiel Bürgermeister Kurz berichten, dass mittlerweile fast alle Bushaltestellen in der Kreisstadt barrierefrei seien. Für die Haltestelle beim Famila-Center werde es voraussichtlich demnächst zu einer Lösung kommen, zeigte er sich überzeugt. Alle Kindergärten und Grundschulen, die künftig errichtet werden, würden ebenfalls auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen eingehen.

„Bei Baumaßnahmen in unserer Gemeinde hat Barrierefreiheit Priorität“, betonte auch Jades Bürgermeister Kaars. Das gelte etwa für den Bahnhaltepunkt Jaderberg, dessen Eröffnung – immer wieder verschoben – nun für April 2020 anvisiert werde, oder die touristischen Aufwertungsmaßnahmen für das Strandgelände Sehestedt.

Ovelgönnes Bürgermeister Hartz informierte über die Gründung eines Arbeitskreises für Senioren, der sich auch mit Barrierefreiheit befasse und unter anderem Verbesserungsbedarf im Bürgerpark ausgemacht habe. „Das wird jetzt angegangen“, sicherte Christoph Hartz zu. Ebenfalls auf der Agenda stehe die barrierefreie Umgestaltung des Edeka-Marktes in Oldenbrok; planungsrechtlich seien die Hürden für den Umbau bereits genommen.

Bauarbeiten nutzen

Für die Stadt Elsfleth skizzierte Wolfgang Böner den positiven Nebeneffekt, den die umfangreichen Kanalbaumaßnahmen in seiner Kommune hätten. Böner: „Die führen letztlich zu breiteren Rad- und Fahrwegen. Und das dient der Barrierefreiheit.“

Weil die Bürgermeister-Runden des Kreisbehindertenbeirates ausdrücklich als Dialog-Veranstaltung gedacht sind, kamen während der Zusammenkunft im Kreishaus weitere Themen zur Sprache. Unter anderem bekräftigte der KBR seine Forderung nach einer finanziellen Entlastung von Menschen aus Privathaushalten, die aufgrund einer Behinderung einen erhöhten Hilfsmittelverbrauch haben.

Kritik an Zugausfällen

Ein anderer Punkt war die Situation des Öffentlichen Personennahverkehrs. KBR-Mitglied Albert Mumme kritisierte die häufigen Zugausfälle bei der Nordwestbahn. Dabei stelle der Schienenersatzverkehr häufig Menschen mit Behinderungen vor besondere Schwierigkeiten, beanstandete er. Und KBR-Mitglied Sven Janßen wiederholte den Wunsch nach einem „Verkehrsgipfel Wesermarsch“: Bei dem soll nach seinen Vorstellungen auch die Taktung der Linien kritisch beleuchtet werden. Die verlange den Menschen mit Behinderungen und anderen in ihrer Mobilität eingeschränkten Personen häufig viel ab, sei oft unzumutbar.

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